Teil 8 – Die silberne Geldklammer. Geld regiert die Welt, das war so und das bleibt so. Nur das Geld verändert seine...
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5 KommentareLiest sich fuer mich, als wenn die Oel-Lobby fuer diesen Artikel Geld gezahlt haette. Habe in den letzten Wochen mehrere beitraege in anderen Zeitschriften zu diesem Themengebiet gelesen (z.b. im Spiegel). Meinung dort: weniger als 2 % der weltweiten Anbauflaechen werden fuer bio-Sprit verwendet. Weshalb soll dieser geringe Anteil die Lebensmittelverknappung ausloesen? Naechstes mal bitte ein bisschen mehr Fakten und nicht verschiedene Thesen ("Sonnenkraft ist unsauber") mit dem Thema der Ueberschrift verknuepfen, um die Leser zu verwirren und negativ zu beeinflussen... (bin wahrlich kein Waehler der Gruenen, aber noch weniger Fan von verstecktem Lobbyismus)
Fakt ist aber, dass die Verwendung von Lebensmitteln für Verwendung als "bio"-treibstoff (alle chemischen Treibstoffe auf der Erde erfüllen dieses Prädikat, wenn sich nicht mit KKW-Strom produziert werden) die offensichtliche Knappheit an Grundnahrungsmitteln -sei sie nun künstlich verstärkt oder nicht- noch zusätzlich schürt.
Sicherlich kommen bei der gegenwärtigen Preisexplosion aber einige scheinbar unabhängige Entwicklungen in Resonanz:
-einmal die steigende Nachfrage in aufstrebenden Ländern, insbesondere China, nach hochwertigen Lebensmitteln
-Länder wie Japan u.a. , die in der Vergangenheit Selbstversorger waren, sind heute importeure
-anhaltende Ernteausfälle (z.b. Australien und asiatische Länder)
u.v.m.
Dazu kommt eben, dass Länder wie die USA angekündigt und z.T. vertraglich fixiert haben, in großem Stil Lebensmittel zu Kraftstoffen zu verarbeiten.
Das fördert natürlich auch spekulative Preisspiralen. Diese wiederum veranlassen Exportländer (ich glaube z.b. Thailand und indien fallen in diese Kategorie), ihre Reserven aufzustocken und weniger zu verkaufen.
Dadurch ergibt sich eben insgesamt eine Knappheit an Lebensmitteln, über die natürlich die wenigen internationalen Agrargroßkonzerne nicht unbedingt traurig sein werden...
Man schaue z.b. einmal nach Haiti...dort essen die armen Leute mittlerweile so ne Art Schlammkuchen, um zu überleben. Warum? Weil die heimische Landwirtschaft kaputt konkurriert wurde...durch ausländisch subventionierte billigproduktion aus den industrieländern. Naja es gab da in der jüngeren Vergangenheit genügend Skandale, die es nicht in die öffentlichen und schon gar nicht in die sogenannten öffentlich rechtlichen Medien geschafft haben. Man informiere sich bei interesse da mal selber ^^
Es handelt sich meiner Meinung nach tatsächlich um eine Knappheit, die aber sehr heterogene Ursachen hat. Und nicht nur von den Öl-Lobbyisten geschürt wird. Die machen auch so schon Rekordgewinne.
Max, ich stimme ihnen zu: Der Durst nach bio-Treibstoff verschaerft die derzeitige Lebensmittelknappheit - allerdings nur marginal. Wiwo schreibt dies allerdings in diesem Artikel nicht derart. Stattdessen reisserisch: "in den letzten drei Jahren sind die Lebensmittelpreise weltweit drastisch angestiegen. Triebfeder des Preisanstiegs ist der Durst westlicher Länder nach biotreibstoffen" - Als wenn die biotreibstoffe der Haupttreiber fuer die steigenden Lebensmittelpreise waeren! Dazu noch in Fett und am Anfang des Artikels, um insbesondere Leute positiv fuer die Oel-(Automobil-?) industrie zu beeinflussen, die nur die Zusammenfassung des Artikels lesen. bin wirklich enttaeuscht ueber die Wirtschaftswoche, muss allerdings immer oefter feststellen, dass Redakteure (auch in anderen Magazinen) offensichtlich gekauft werden. Macht sich viel besser, als eine Anzeigenseite zu kaufen. Der Leser glaubt ja schliesslich (immer noch), was er schwarz auf weiss vor sich sieht.
Die Finanzwirtschaft hat den Lebensmittelmarkt als Spekulationsobjekt entdeckt, da die anderen bereiche überdreht und völlig ausgereizt sind.
Der Lebensmittelmarkt ist bis jetzt recht unbehelligt geblieben, bis jetzt ...
Geld kann man nicht essen ... aber Essen davon kaufen !
Was passiert eigendlich, würden sich die bauern Deutschlands plötzlich in einer Aktiengesellschaft zusammenschließen/organisieren ?
Nun ... die einen investoren würden auf steigende Preise spekulieren ... andere nicht ... insbesondere die Mannen vom schlage Acki ... brrrr egal !
Essen ... hmm, da ist man nunmal abhängig ... wie ein Drogenabhängiger !
Der Vergleich hinkt ?
Nein, mit nichten, denn wie bei Drogen ist es bei Nahrungsmitteln, was knapp ist wird teurer ... und würden sich die bauern in einer Aktiengesellschaft organisieren, könnten sie wie die Energiekonzerne, das Angebot an der börse verknappen und ... soviel zur Theorie und gleichzeitig aber bitterer Realität, denn Deutschland hat durch billige Futtermittelimporte die eigene Futtermittelindustrie zerlegt und nu ?
Klar, die Futtermittellieferanten sagen jetzt "Gut, du willst nicht zahlen ? Kein Problem, Shell macht Spritt draus oder ich verkaufe das Zeuch an die UNO umme Ecke !" .
Der Einkäufer ? Er sucht sich einen neuen Lieferanten ... aber es wird immer schwieriger einen Lieferanten zu finden, der den Einkäufern nicht den selben Spruch um die Ohren haut ... jepp, wir reden immernoch von Futtermitteln !
Die Energiekonzerne haben es erkannt und investieren ... aus Gülle wird Methan und für Gülle braucht man Futtermittel, denn mit dem Abfallprodukt Nahrungsmittel kann man, so es knapp wie Rohöl gehalten wird, eben gute integrative Gewinne machen ...
... aber was schreibe ich, interessiert ja keinen ...
Ungezügelter Kapitalismus eben. Genau so, wie es die meisten gut finden, so lange sie nicht unmittelbar von den Konsequenzen betroffen sind.
(Nur wenn es dann ans Eingemachte geht, fangen alle an zu heulen)
Teil 8 – Die silberne Geldklammer. Geld regiert die Welt, das war so und das bleibt so. Nur das Geld verändert seine...
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