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Mähdrescher: Der Ackerporsche

von Daniel Borchardt

Stress mit dem stinkigen, staubigen Mähdrescher vor Ihnen auf der Landstraße? – Geduld: Vor Ihnen rollt die schnellste Fabrik der Welt.

Gefragte Riesen
Gefragte Riesen: Entwicklung des Marktes für Mähdrescher (Klicken Sie auf die Grafik für eine erweiterte Ansicht)

Mehr als 10 Meter Schnittbreite, 16 Liter Hubraum, 20 Tonnen Gewicht, 586 PS – das sind Leistungsdaten des stärksten Mähdreschers der Welt. Der in der Grundversion rund 400.000 Euro teure Lexion 600 ist das Aushängeschild des Landmaschinenherstellers Claas aus Harsewinkel bei Gütersloh. Mit seinen vielen technischen Innovationen festigt er den Ruf des Familienunternehmens als Technologieführer und hilft ihm, die führende Marktposition in Europa auszubauen. (Umsatz 2007: 2,66 Milliarden Euro, plus 13,1 Prozent).

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Die weltweite Nachfrage nach solchen Ungetümen steigt kräftig – nach einer Prognose von zuletzt 26.500 auf 35.000 Maschinen in diesem Jahr. Und Claas ist zuversichtlich, mit seinen High-Tech-Fahrzeugen vom Boom zu profitieren. Alle Neuerungen, die sich die Ingenieure einfallen ließen, sind vor allem auf ein Ziel ausgerichtet: noch mehr Getreide je Quadratmeter Ackerfläche zu ernten.

Inzwischen entgeht dem Dreschwerk fast kein Korn mehr, die Verlustquote beträgt ein Prozent. Der mächtige Dieselmotor verbrennt 100 Liter Sprit, um 50 Tonnen Weizen, Gerste oder Hafer zu ernten – das ist der Tagesverbrauch an Getreide in einer 350.000-Einwohner-Stadt.

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8 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 17.09.2010, 23:23 UhrAnonymer Benutzer: wojosa

    Die Aussage, dass "moderne Pkw-Motoren sich nicht mal durch entsprechende Umruestung ..." ist absolut falsch. Z. b. bMW und VW haben in der Vergangenheit bewiesen, dass dies absolut alltagstauglich fuer dem Normentwurf entsprechende biodiselkraftstoffe moeglich ist. Das Problem liegt heute in der Ausruestung mit Partikelfilter im Abgasstrang. Diese Partikelfilter sind bis dato praktisch fuer die Verwendung von biodiesel untauglich.

  • 13.10.2008, 14:03 UhrAnonymer Benutzer: Das LOL der Verantwortung

    Lol?

  • 07.10.2008, 15:50 UhrAnonymer Benutzer: Klaus-Peter H.

    Hmm, "Sprit" meint vermutlich irgendeinen flüssigen brennstoff, also nicht unbedingt Ethanol. Dass der Diesel im Prinzip alles flüssige verbrennen kann, stimmt leider nur im Prinzip. Konkrekt verbrennt ein moderner Dieselmotor nur spezifikationsgemäßen Dieselkraftstoff, alles andere macht ihn ziemlich schnell kaputt. Vor 15 Jahren sah das noch ganz anders aus, und welcher Art der Motor in solch einem Mähdrescher ist, weiß ich auch nicht, aber ein moderner PKW-Diesel läßt sich nichtmal durch Umrüstung überreden, z.b. biodiesel klaglos zu schlucken.

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