Mehrheit der Hausbesitzer zögert Heizungstausch hinaus: Umfrage

Mehrheit der Hausbesitzer zögert Heizungstausch hinaus: Umfrage

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Wer seine Heizung modernisiert, kann Kosten sparen

Trotz rasant steigender Energiepreise werden alte Heizungen in 80 Prozent aller Gebäude solange genutzt, bis sie nicht mehr funktionieren.

Obwohl sich die Modernisierung schon nach wenigen Jahren wegen eines um etwa 30 Prozent niedrigeren Energieverbrauchs rechne, verzichte die große Mehrheit der Hausbesitzer auf den Umbau, ergab eine heute in Berlin veröffentlichte Umfrage der Gesellschaft für Konsumforschung (GfK).

Abschreckend sei vor allem der Preis für eine neue Anlage. Werde die neue Heizung mit erneuerbaren Energien kombiniert, könne der Verbrauch im Vergleich zum alten Zustand gar um bis 46 Prozent zurückgehen, teilte der Bundesindustrieverband Deutschland Haus-, Energie- und Umwelttechnik (BDH) als Auftraggeber der Studie mit. Ausgehend von einem Preisniveau von 75 Euro pro 100 Liter Heizöl habe ein Eigenheimbesitzer die Kosten für den Austausch alter Heizkessel nach fünf Jahren wieder ausgeglichen.

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In bestimmten Fällen bezuschusse der Staat den Umbau mit bis zu 2000 Euro. Da sich die Preise für Gas denen für Öl immer weiter anglichen, sei auch die Modernisierung von Gasheizungen lohnenswert. Verbandspräsident Klaus Jesse beklagte, dass Hauseigentümer sich von den anfänglichen Investitionskosten für eine Heizungsmodernisierung abschrecken ließen. Die Studie zeige „staatlich verursachte Gründe für die Marktblockade“.

Die Befragten seien beim Thema Versorgungssicherheit und erneuerbare Energien durch ständig neue Gesetze und Verordnungen, eine zu bürokratische und unklare Förderpolitik sowie die Mehrwertsteuererhöhung verunsichert. Dabei gebe es keinen Grund zu zögern, sagte Jesse.

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