Messepartys: Telekom: Pretty in P!nk

Messepartys: Telekom: Pretty in P!nk

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Die US-Popsängerin P!NK, hier während eines Auftritts in Nizza (Archivfoto)

Die aktuelle Wirtschaftslage schlägt sich auch bei den Post-Messepartys nieder. Die meisten Aussteller haben ihre Fêten nach Messeschluss gestrichen. Nicht so die Deutsche Telekom.

Die feierte sich und die guten Geschäftszahlen des vergangenen Jahres mit einer Riesen-Party im deutschen Expo-Pavillon. Stargast des Abens – passend zur Konzernfarbe: Die Rockerin P!ink. „Ist das nicht klasse, das ist die neue Telekom, hier geht die Post ab“, schreit Timotheus Höttges gegen das Trommel-Stakkato des Drummers von P!nk an und klatscht einen Neuankömmling in dem einstigen Expo-Bau ab. Höttges, soeben zum Finanzchef des T-Konzerns beförderter T-Home-Chef und damit de facto Zahlmeister des Abends, ist in Feierlaune.

Erst vergangene Woche haben Höttges und Konzernchef Rene Obermann eine Verdoppelung des Konzerngewinns verkündet. Da kann es die Telekom auf der Cebit mal wieder richtig krachen lassen. Selbst wenn sich das heißeste Vorabgerücht, die Musikerin werde sich einem 'Rebranding' von P!nk zu Magenta unterziehen – schlussendlich doch als Ente entpuppte: Alleine den Auftritt des Stargastes hat sich die Telekom dem Vernehmen nach mehr als eine Viertelmillion Euro kosten lassen.

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Raum-Zeit-Kontinuum

Und so steigt am Messeabend auf dem einstigen Expo-Gelände, unmittelbar vor den Toren der CeBIT, eine Fête, die an die besten Zeiten der Computerbranche und die Feierlaune der Industrie um die Jahrtausendwende erinnert. Gemeinsam mit Partnern wie LG, Blackberry (Research In Motion) und HTC hat der Kommunikationsriese den einstigen deutschen Pavillon zum magentafarbenen Party-Tempel umgerüstet und an die – geschätzt – viertausend Partner und Kunden zum Feiern geladen.

Es ist wie ein Schritt aus dem Raum-Zeit-Kontinuum der seit Jahren unter sinkenden Budgets und bröckelndem Wachstum ächzenden Branche, was sich da – eingeheizt von einer exzellent aufgelegten P!nk – vollzieht. Als wären die Gäste auf Höttges' Party kurzerhand ein knappes Jahrzehnt in die Vergangenheit versetzt, als gäbe es weder Finanz- noch Konjunkturkrise, wird auf dem Parkett abgerockt. In den Wandelgängen des Pavillons wird unter Sauerstoff-Duschen gechilled oder am Brain-flasher, einer Kombination aus Massageliege und Flimmer-Sonnenbrille, der Messestress aus Bein und Hirn gespült.

Feiern statt Frust

Rund eine Stunde lang zieht P!nk – ohnehin gerade auf Deutschland-Tour unterwegs – eine Light-Version ihres aktuellen Bühnenprogramm ab. Rund eine Stunde lang feiern sich die Gäste den Frust ob der aktuellen Wirtschaftslage von der Seele. Dann nach ziemlich genau 60 Minuten ist Schluss. Von überdimensionalen Ventilatoren aufgewirbelt sinken zehntausende weiß, rot und rosafarbene Papierschnipsel (angelehnt an die aktuelle Telekom-TV-Werbung) auf die Gäste hinab. Auf der Bühne gibt es Blumen für den Star und dann – trotz ebenso lautstarker wie ausdauernder Zugabe-Forderungen – keinerlei Nachschlag für's Publikum.

P!nk geht ab – und mit ihr ein guter Teil der Partylaune. Eine harte Landung zu später Nachstunde - langsam kehrt die Realität der Cebit 2009 auch auf die Telekom-Party zurück.

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