Mobilfunk: Ballmer und Schmidt wie Popstars empfangen

Mobilfunk: Ballmer und Schmidt wie Popstars empfangen

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Microsoft-Chef Steve Ballmer: Star auf dem Mobile World Congress in Barcelona

von Jürgen Berke

Auf dem Mobile World Congress in Barcelona können sich Handyhersteller in großer Aufmerksamkeit sonnen, gelten sie doch als Innovator der Branche. Tristesse pur hingegen bei den Netzbetreibern und – ausrüstern.

Spieglein, Spieglein an der Wand - wer ist der begehrteste Topmanger im ganzen Land. Die Besucher des Mobile World Congress haben auf ihre Art den Chef mit der größten Ausstrahlungskraft gekürt - mit den Füßen. Bei den Auftritten von Microsoft-Chef Steve Ballmer und Noch-Google-Chef Eric Schmidt bildeten sich die längsten Schlangen vor dem Eingang des Kongresszentrums. Schon eine dreiviertel Stunde vor dem Start ihrer Keynote stauten sich die Massen vor den Eingängen. Das Gedränge erinnerte an Live-Gigs von Popstars. Viele wollten dabei sein, wenn die beiden Heroen der Webwelt ihre Sichtweise zum Siegeszug des mobilen Internets vorstellen.

Die Auftritte sind perfekt inszeniert. Ballmer und Schmidt zelebrieren ihre Firmen und kommentieren in freier Rede das Marktgeschehen. Riesenthema ist dabei natürlich die Zukunft des mobilen Internet und ein Unternehmen, dass wie immer der Messe fern bleibt - Apple. Der Microsoft-Chef bittet dann noch seinen neuen Partner, Nokia-Boss Elop, auf die Bühne. Gemeinsam wollen sie sich im Krieg der Ökosysteme neben Apple und Googles Android als dritte Kraft etablieren. 

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Zwischendurch stellen die für Mobilfunk zuständigen Bereichsvorstände die jüngsten Neuentwicklungen vor. Natürlich klappt es nicht wie geplant - wegen des Vorführeffekts wie beide sofort zugeben. Die High-Speedverbindung ins Web kam leider nicht zustande - wie sooft auf dieser Messe. Doch das macht nichts. Am Ende brandet Beifall auf. Ballmer und Schmidt konnten ihr Publikum begeistern.

Dagegen Tristesse pur bei den Gründern dieser Mobilfunkmesse - den Netzbetreibern und Netzausrüstern. Sie haben dramatisch an Zugkraft verloren. Auf einem gemeinsamen Panel der Chefs von China Mobile, Vodafone und Telefónica blieben einige Sitze frei. Vor ein paar Jahren war das noch anders. Da füllten Vodafone-Chef Chris Gent und Telekom-Chef Ron Sommer noch alleine den Saal. Doch inzwischen haben sich die Gewichte verschoben. Apple, Google und Microsoft geben inzwischen das Innovationstempo vor - und die Netzbetreiber verharren weitgehend in der Zuschauerrolle. Die Vorstände der Deutschen Telekom, allen voran Konzernchef René Obermann, blieben den Diskussionsrunden gleich ganz fern.

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