Mobilfunk: Erste Windows-Handys ausverkauft

Mobilfunk: Erste Windows-Handys ausverkauft

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Smartphone mit Windows 7

von Thomas Kuhn

Von einem Run wie etwa bei der Markteinführung des iPhone 4 sind die neuen Windows-Handys eine Woche nach dem Verkaufsstart zwar noch entfernt. Doch Netzbetreiber und Hersteller sind zufrieden und melden eine größere Nachfrage als erwartet. Die erste Lieferung ist bereits vergriffen.

Nein, Schlangen wartender Fans gab es am vergangenen Donnerstag nirgendwo in der Republik. So gespannt viele potenzielle Handy-Käufer auch auf die Markteinführung der neuen Windows-Phone-7-Handys warteten, mit dem Ansturm auf die Telefonläden nach dem Vertriebsstart von Apples iPhone 4 im Juni hatte Microsofts Versuch, im boomenden Smartphone-Geschäft noch einmal nennenswert Fuß zu fassen, nichts gemein. Und von monatelangen Lieferfristen wie beim iPhone spricht bei den Microsoft-Handys auch noch niemand.

Trotzdem scheint die Nachfrage nach den neuen Smartphones größer zu sein als geplant. Der Netzbetreiber O2 meldete gestern bereits "ausverkauft". Die erste Tranche der von HTC produzierten Windows-Handys, das neuen Modell HTC HD 7, sei nur gut vier Tage nach dem Verkaufsstart restlos weg. "Der Vertrieb wartet händeringend auf die nächste Lieferung", hieß es in München. Auch wenn offiziell keine Angaben zur  verkauften Stückzahl zu haben sind, gehen Branchenbeobachter davon aus, dass O2 binnen der ersten Tage mindestens eine fünfstellige Stückzahl abgesetzt habe.

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Nachfrage nach Microsoft-Smartphones über den Erwartungen

Auch die Deutsche Telekom – bisher exklusiver Lieferant des iPhone, das ab November auch bei O2 und Vodafone vertrieben und dort derzeit heftig beworben wird – meldet mehr Kundeninteresse als intern prognostiziert. Auch wenn die neuen Telefone erst am 3. November in die Läden kommen, liege die Zahl der Vorbestellungen über alle Vertriebskanäle schon jetzt "über den Erwartungen". Als erstes Windows-Handy nimmt die Telekom das HTC 7 Mozart ins Sortiment auf. Das Konkurrenzprodukt Samsung Omnia 7 folgt im Laufe des Novembers. Wie es aus der Branche heißt, habe Samsung Probleme, den Fertigungsanlauf in entsprechenden Stückzahlen in den Griff zu bekommen.

Auch bei Vodafone startet die offizielle Vermarktung der Windows-Phones – unter anderem mit TV-Spots – erst heute. Offizielle Zahlen gibt es daher noch nicht. Doch offenbar ist auch bei den Düsseldorfern die Kundenresonanz schon jetzt besser als ursprünglich prognostiziert. Nach inoffiziellen Angaben soll Vodafone bei seinen Lieferanten bereits die zunächst georderten Stückzahlen erhöht haben, um der gesteigerten Nachfrage gerecht werden zu können.

Bei E-Plus, wo unter anderem das LG E900 7 Optimus als Windows-Smartphone verkauft werden soll, gibt es noch keine Absatzzahlen. Dort startet der Vertrieb der Handys mit Microsofts neuer Telefon-Software erst in der ersten Novemberhälfte.

Smartphone-Umsatz soll auf gut zwei Milliarden Euro steigen

Nach Angaben aus der Branche rechnen die verschiedenen Hersteller im laufenden Quartal mit jeweils sechsstelligen Absatzzahlen für ihre Windows-Telefone. Das wäre eine überdurchschnittlich gute Quote für die hochpreisigen Multimedia-Telefone. Von "ganz positiver Resonanz" spricht auf Ulrich Kemp, COO beim Hersteller LG, freilich ohne konkrete Prognosen abzugeben. LG hofft, im Fahrwasser der Windows-Handy endlich einen Fuß ins Smartphone-Geschäft zu bekommen, in dem die Koreaner bisher kein wettbewerbsfähiges Angebot hatten.

Immerhin werden alle Hersteller zusammen bundesweit in diesem Jahr schon rund 8,2 Millionen Smartphones verkaufen, nach 3,1 Millionen Stück 2009. Der Umsatz in dem Segment soll von rund einer auf etwa 2,2 Milliarden Euro steigen.

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