Teil 8 – Die silberne Geldklammer. Geld regiert die Welt, das war so und das bleibt so. Nur das Geld verändert seine...
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10 KommentareDer Artikel enthält behauptungen einer bestimmen Lobby. ich hoffe, dass die WiWo ihrem Anspruch gerecht wird, und in der nächsten Ausgabe die Gegenargumente u.a. der großen Mobilfunkunternehmen oder der Verantwortlichen im Wirtschaftsministerium bringen wird.
Die bundesregierung hat nichts übersehen, sondern in einer Abwägung des Für und Wider der Widmung der Frequenzen für den Mobilfunk den Vorzug gegeben. Dies ist Teil der digitalen Dividende, die europa- und weltweit vorgesehen ist (z.b. von der EU).
Es stehen Ersatzfrequenzen für Mikrofone zur Verfügung. Dass es im Einzelfall zu einer Neuanschaffung kommen muss, entspricht dem Lebenszyklus jedes Produktes. in die Feinstaub-Zonen kommen Autos ohne Plakette bald auch nicht mehr. Das ist die Folge jeder politischen Entscheidung. internet für alle ist aber ein ganz wichtiges politisches, ökonomisches und kulturelles Anliegen, insbesondere der Menschen in den bisher unversorgten Gebieten.
Einzelne Kanäle im Kabelfernsehen KÖNNEN unter ganz bestimmten bedingungen gestört werden, die aber bei über 90% aller Kabelzuschauer überhaupt nicht gegeben sind.
bitte den ball flach halten!
Das ist doch mal wieder typisch WiWo...kann mich dem Vorredner nur anschließen...super Redaktion, hauptsache ne Story drucken
http://faz-community.faz.net/blogs/telekommunikation/archive/2009/05/10/digitale-dividende-kommt-mit-5-megabit.aspx
im Gegensatz zu den Vorschreibern freue ich mich, daß mal nicht nur stumpf die Argumente der großen Telekomkonzertne nachgebetet werden, sondern auch mal die Gegenargumente aufgezeigt werden. Die erste dieser Anlagen ist übrigens seit diesen Tagen einsatzbereit; in berlin. Das zeigt deutlich, daß das Argument der Versorgung der bevölkerung auf dem Land nur vorgeschoben war.
Tatsächlich sind zur Zeit etwa 700.000 Haushalte ohne schnelles internet. 200.000 davon will die Telekom im Laufe des Jahres mit Kabel versorgen. bleiben 500.000.
in vielen Gemeinden, die jetzt per Funk versorgt werden sollen haben die Gemeinderäte beschlossen, daß sie dies wegen des zusätzlich entstehenden Elektrosmogs gar nicht wollen. Nun kann man dazu stehen wie man will, es zeigt aber, daß eine etablierte infrastruktur zerstört wird für ein fragwürdiges Projekt. Problem wird dies nicht so sehr für die großen Shows, weil die letztlich die Mittel haben, auf andere Funktechnik auszuweichen. Problem wird es für kleine bühnen, Theater, bürgerhäuser, die ihre alte Technik wegschmeißen können, ohne die Mittel für neue zu haben. Problem wird es für die zahllosen Hobbymusiker, die ebenfalls ihre Geräte nicht mehr nutzen können.
Verschiedene Quellen gehen in Deutschland von 620.000 bis 700.000 betriebenen Drahtlosmikrophonstrecken aus. Davon sind vielleicht 50.000 in professioneller Hand, der Rest sind Amateure, die von ihrem Problem im Zweifelsfall noch gar nichts wissen und die um die Nutzung ihres im Zweifelsfall erst vor kurzem erworbenen Eigentums gebracht werden.
Zum Vorredner:
- Die Frequenzen werden testweise bEi berlin getestet (= auf dem Lande) ---> Argument unrichtig
- Die Zahlen zur breitbandversorgung stimmen nicht. Erst 30% der Haushalte haben breitband: http://www.heise.de/newsticker/EU-Kommissarin-Deutschland-ist-beim-breitband-internet-keine-Lokomotive--/meldung/135195
- Alle bundesländer fordern massiv den breitbandausbau (http://www.internet-dsl.net/dslnews/archives/39-VATM,-Wirtschaftsministerium-und-Staedte-und-Gemeindebund-breitband-kommt-aufs-Land.html). Natürlich mag es irgendwo verirrte bürgermeister oder Gemeinderäte geben, die irrationalen Ängsten gegen Mobilfunk erliegen, diese haben aber nicht nur in der Sache Unrecht, sondern auch rechtlich keine Chance, ihren bürgern den Zugang zum Mobilfunk zu verbieten.
- Der betroffene Frequenzbereich darf von Hobbymusikern überhaupt nicht betrieben, die vom Vorredner genannten "Hobbymusiker" und "Amateure" dürfen die Geräte gar nicht betreiben, da dort nur professionelle Nutzungen zugelassen sind: http://www.bundesnetzagentur.de/enid/Mikrofone
Soviel zu den "stumpf nachgebeteten Argumenten"...
Der Frequenzbereich darf sehr wohl von ALLEN benutzt werden.
Zitat:
"Mit Wirkung vom 1. Januar 2006 tritt eine Allgemeinzuteilung der Fernsehkanäle 61 - 63 (790 - 814 MHz) und 67 - 69 (838 - 862 MHz) in Kraft. Diese Frequenzen sind professionellen Nutzern in speziellen Nutzergruppen zugeordnet."
Zu den prof. Nutzern zählen auch Hobbymusiker. Unterhalb 790MHz muss für den betrieb eine zeitlich begrenzte Einzelzuteilung beantragt werden. im Prinzip verhält es sich ähnlich der Frequenzen, in denen WLAN-Anlagen arbeiten.
ich habe darüber hinaus inzwischen auch Funkübertragungssysteme für industrielle Anlagen gesehen, die im betroffenen band arbeiten. Diese werden z.b. zur Kommunikation zwischen Maschinensteuerungen eingesetzt.
Zum Vorredner:
Auch ihr letztes Argument ist nicht richtig. Die Frequenzen 790-862 liegen in den Kanälen Kanäle 35 bis 69 und gerade die sind für die Hobbymusiker freigegeben. Diese haben aber kein Anspruch darauf. Ein leichtes das weg zu nehmen.
Es ist aber überaus interessant zu erkennen was wirklich alles wegfällt. Nicht alles was professionell aussieht, fällt auch tatsächlich in den bereich!
Es wird Ersatz Frequenzen für die Funkmikrofone geben, die Technik dafür ist aber noch lange nicht entwickelt!!
Der vom Kabinett vergebene Frequenzbereich zwischen 790 und 862 MHz liegt entgegen den Aussagen des bitkom-Präsidenten Scheer nicht "weitgehend brach", sondern in diesem Frequenzspektrum liegen alle drahtlosen Produktionsmittel für die Rundfunkanstalten, Theater (Sprechtheater, Oper, Musical usw.) Veranstaltungstechnikfirmen, Hallen, Messen, Kirchen usw.
Also alle drahtlosen Mikrofone, Kameras, Kopfhörer für Künstler, bühnen usw.
Deutschland ist hier mit Sennheiser, beyer Dynamik usw. ein weltweit führender Hersteller.
Durch diese Entscheidung werden alle vorhandenen Produktionsmittel mit einem Schlag unbrauchbar und wertlos. Ganz abgesehen davon, dass keine Show, Fernsehsendung, Parteitag, Messe usw. mehr in der gewohnten Weise im auf der Welt üblichen Standard durchgeführt werden kann. Das "Mutterland der drahtlosen Mikrofonie" fällt zurück ins Kabelwirrwarr der frühen 70er Jahre.
Die industrie, Künstler, deren Verbände und betroffene Anwender haben einen Verein www.apwpt.org gegründet, der auf dieses Problem aufmerksam machen wollte und die Politik darüber informieren wollte, dass im besagten Frequenzbereich entgegen der Aussagen mancher interessengruppen eben doch sehr viel passiert. in diesem Verein wird versucht, im europäischen Kontext eine Lösung und Einigung zu finden die es ermöglicht, weiter drahtlos zu produzieren und trotzdem breitbandinternet in einem anderen bereich zu nutzen bzw. möglich zu machen.
Der Verein geht aufgrund von Herstellerzahlen, ca. 700.000 drahtlosen Funkstrecken (Kameras, Mikrofone, Kopfhörer . . .) in Deutschland aus. Auch in unserer Firma sprechen wir von ca. 500 Kanälen mit einem Anschaffungspreis von ca. 5.000,-- € pro Kanal (= 2,5 Mio €).
Helfen Sie uns dabei, die für drahtlose Produktionsmittel notwendigen Frequenzen im bereich 790 bis 862 MHz weiter störungsfrei nutzen zu können.
@Eberhard Müller: ihre Aussage ist unrichtig. Wenn Sie z.b. auf
http://www.bundesnetzagentur.de/enid/Mikrofone
nachlesen, werden Sie sehen, dass nur ein kleiner Teil des Spektrums für drahtlose Mikrofone betroffen ist. Drahtlose Kameras sind überhaupt nicht betroffen. insofern kann auch nur ein kleiner Teil "unbrauchbar und wertlos" werden. Auch das ist indes unrichtig: Teilweise kann man die Geräte auch umcodieren, dass sie unterhalb 790 MHz weiterbetrieben werden können. Die Frequenzen oberhalb 790 MHz sollen auch nicht sofort und nicht flächendeckend betrieben werden. bis überall entsprechendes Equipment vorhanden sein wird, wird es noch viele Jahre dauern. Und irgendwann endet die Lebensdauer eines Funkmikrofons ja auch. Und wenn Sie zurecht anmerken, dass Deutschland ein führender Hersteller ist: Ein besseres Konjunkturprogramm für die von ihnen genannten Firmen gibt es doch gar nicht, als wenn diese neue Mikrofone verkaufen können!
ein schönes Konjunktur-Programm, dass quasi auf "Enteignung" beruht. Wie wäre es denn, wenn stattdessen Diesel nur noch für Firmen zur Verfügung stünde. Schließlich fahren ja nur einige private Diesel-Fahrzeuge und irgendwann endet ja schließlich auch die Lebensdauer eines Autos... und - ohne Abwrackprämie natürlich!
Teil 8 – Die silberne Geldklammer. Geld regiert die Welt, das war so und das bleibt so. Nur das Geld verändert seine...
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Kommentare zu: Internet: Netzausbau per Funk stört TV-Signale und drahtlose Mikrofone
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