Mobilfunk: O2 kauft Handys zurück

Mobilfunk: O2 kauft Handys zurück

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O2

Der Mobilfunkanbieter O2 will demnächst alte Mobiltelefone zurück kaufen. Kunden sollen dafür bis zu 400 Euro bekommen. Auch bei anderen Anbietern gibt es Geld für das alte Handy.

Der Mobilfunkanbieter O2 startet ein neues Programm, um Kunden zu gewinnen: Das Unternehmen nimmt künftig alte Mobiltelefone in Zahlung. Das neue Angebot soll ab 5. September deutschlandweit in allen O2-Shops gelten.

Kunden die ihr altes Gerät abgeben erhalten einen Gutschein in einer Höhe von bis zu 400 Euro. Wie viel es für welches Gerät gibt, hängt natürlich vom Modell und Zustand ab – es soll jedoch die Möglichkeit geben, vorab online ein Angebot zu kalkulieren. Die Offerte gilt unabhängig davon, ob die alten Handys bei O2 gekauft wurden.

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72 Millionen Handys in der Schublade

Eine mit dem Angebot vertraute Person wies darauf hin, dass auch das iPhone zu den Modellen gehört, die in Zahlung genommen werden. Es ist daher gut möglich, dass O2 demnächst auch das iPhone5 im Sortiment hat und Besitzer der Vorgängermodelle so zum Umstieg animieren möchte.   

Ganz neu ist die Ankaufaktion nicht: Mobilcom-Debitel startete im Vorjahr ein ähnliches Pilotprojekt in Berlin, seit einigen Monaten werden bundesweit Alttelefone in Zahlung genommen. Allerdings gibt es dafür nur bis zu 200 Euro. Die gleiche Summe zahlt die Mobilfunk-Kette The Phone House.

Darüber hinaus gibt es spezialisierte Anbieter wie Zonzoo oder Wirkaufens, die alte Handys kaufen - jedoch ebenfalls nur bis zur Hälfte der Summe zahlen, die O2 anbietet. Die Deutsche Telekom hatte 2003 als erster deutscher Netzbetreiber Mobiltelefone in Zahlung genommen. "Die Deutschen sind immer noch schwer davon zu überzeugen, ihr altes Handy abzugeben", sagt eine Telekom-Sprecherin. Im Vorjahr sammelte das Unternehmen immerhin 250.000 alte Telefone ein. In diesem Jahr sind es bislang etwa 80.000 Geräte.

"72 Millionen Handys sollen unbenutzt in deutschen Schubladen liegen", erklärt O2-Manager Peter Rampling. Ein Teil der alten Geräte soll wiederverwertet werden, immerhin stecken in Handys wertvolle Metalle wie Gold, Silber, Platin und Palladium. Die Telefonica-Tochter arbeitet dabei mit dem Unternehmen B2X Global Solutions zusammen, dass sich um das Recycling kümmert. Geräte, die noch in gutem Zustand sind, werden zudem nach Südamerika, Indien, China und andere Länder weiterverkauft. "Der überwiegende Anteil wird voraussichtlich weiterverkauft", sagt B2X-Manager Robert Aderan.

Als der Mobilfunkanbieter Orange Ende 2010 ein Ankaufprogramm in Österreich startete, erklärte das Unternehmen 90 Prozent der Geräte würden nach Afrika und Asien weiterverkauft, sieben Prozent zerlegt um verwertbare Ersatzteile zu gewinnen und aus nur drei Prozent würden Rohstoffe gewonnen.

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