Multimedia: Bunte Schüttler: Apple-Chef stellt neue iPods vor

Multimedia: Bunte Schüttler: Apple-Chef stellt neue iPods vor

Bild vergrößern

Der neue iPod Nano von Apple

Apple hat seine iPod Reihe zum Weihnachtsgeschäft aufgefrischt – mit neuen Formen und Farben. Doch wirklich Sensationelles hatte Konzern-Chef Steve Jobs gestern nicht zu bieten.

Steve Jobs lebt. Die Gerüchte über seinen Tod seien stark übertrieben, scherzte der Apple-Gründer mit einem Mark Twain Zitat gestern Mittag (Ortszeit) in San Francisco, wo er wie gewohnt höchstpersönlich die neuesten Produkte seines Unternehmens vorstellte – diesmal die aktuellsten Versionen des Bestsellers iPod.

Grund für den Bonmot: Seit seiner Krebsdiagnose vor vier Jahren gibt es Gerüchte über den schlechten Gesundheitszustand des Apple-Vorstandschef. Kürzlich veröffentlichte die Nachrichtenagentur Bloomberg aus Versehen seinen Nachruf. Jobs präsentierte rund 40 Minuten, wirkte frisch und konzentriert. Wie immer geizte er nicht mit Superlativen: „Das ist das beste Produktsortiment, das wir jemals fürs Weihnachtsgeschäft hatten."

Anzeige

Tatsächlich sind die Neuerungen bei iPod Nano und iPod Touch eher unspektakuläre Verschönerungen. Designer Jonathan Ive hat dem iPod Nano einen neuen Formfaktor verpasst und ihn in neun, teils psydelische Farben getaucht. War der Vorgänger quadratisch, kehrt der iPod nano mit seiner rechteckigen Form wieder zu seinen Wurzeln zurück, nur schlanker, dünner und mit einem beeindruckend gutem Display ausgerüstet.

Neu ist der vom iPhone bekannte Sensor, der das Display automatisch beim Drehen von der Portraitansicht in den Breitbildmodus wechselt. Wird der Nano wie ein Salzstreuer geschüttelt, wechselt er nach dem Zufallsprinzip zu einem neuen Titel. Das Schütteln will allerdings gelernt sein. Der sensorgesteuerte Zufallsmodus springt nur bei extrem heftigen Bewegungen an, um unbeabsichtigten Titelwechsel, etwa beim Joggen, zu vermeiden. Der Nano ist leicht gerundet und soll laut Apple dadurch besser in der Hand liegen.

Innovative Genius-Funktion

Erster Eindruck vom Vorführgerät – stimmt, durch die gebogene Form ruht der Nano sicherer zwischen Daumen und Zeigefinger. Der neue nano bietet laut Apple bis zu 24 Stunden Musik und bis zu vier Stunden Video-Wiedergabe. Das Acht-Gigabyte-Modell kostet 149 Euro, für 50 Euro Aufschlag gibt es doppelt so viel Speicher. Beide Modelle kommen in den Farben Silber, Lila, Blau, Grün, Orange, Gelb, Pink sowie als RED Special Edition und in Schwarz.

Die zweite Generation des iPod Touch ist etwas dünner und leichter als der Vorgänger. Neu ist ein eingebauter Lautsprecher. Der iPod Touch ist in der Acht-Gigabyte-Version ab 219 Euro inklusive Mehrwertsteuer zu haben.

Innovativ ist die neue Genius-Funktion, die Wiedergabelisten vorschlägt. Von Apple intern entwickelte Algorithmen analysieren den gerade gespielten Song und empfehlen ähnliche Musikstücke vor – also beispielsweise zu einem Elvis Presley Song ein Roy Orbison Stück. Die Genius-Funktion ist in der neusten Version der Musikverwaltungssoftware iTunes integriert, zum Analysieren werden die Titel in der Bibliothek an Apple übermittelt. Das werden sicherlich einige Nutzer gar nicht mögen, aber die Funktion lässt sich abstellen.

Aus Sicht von Apple ist es clever – denn Genius schlägt auch Titel vor, die der Benutzer noch nicht besitzt und die er per Mausklick im Apple-Online-Musikstore einkaufen kann. Zugleich bekommt Apple so einen guten Überblick, welche Musik seine Kunden besitzen und favorisieren.

Apple ist Markführer

Apple hält mit der neuen iPod-Produktlinie den Ball hoch. Besonders in den USA hat die Konkurrenz überhaupt keine Chance gegen sie. Apple kontrolliert 73 Prozent des Marktes für tragbare Musikabspielgeräte.

SanDisk kommt auf acht Prozent, Microsoft mit seinem Zune auf nur 2,6 Prozent. 160 Millionen Exemplare, so verriet Jobs, hat Apple seit Start der Produktlinie im Oktober 2001 von seinem iPod verkauft – also rund zwei an jeden Einwohner Deutschlands. Jährlich werden 200 Millionen Laptops weltweit verkauft, es ist also noch Luft für die digitalen Abspielgeräte drin.

Und die Gerüchteküche besagt, dass Jobs noch einen weiteren Trumpf im Ärmel hat: Neue Einsteiger-Laptops, die ebenfalls noch vor dem Weihnachtsgeschäft vorgestellt werden sollen.

Anzeige
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%