Naspers: Südafrikanischer Investor steigt bei Delivery Hero ein

Naspers: Südafrikanischer Investor steigt bei Delivery Hero ein

, aktualisiert 13. Mai 2017, 01:13 Uhr
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Mit dem Einstieg von Naspers steigt die Bewertung von Delivery Hero auf mehr als 3,5 Milliarden Euro.

Quelle:Handelsblatt Online

Naspers investiert eine dreistellige Millionen-Summe in Delivery Hero ein. Der südafrikanische Investor zählt damit zu den größten vier Anteilseignern. Rocket Internet verwässert im Zuge dessen seinen Anteil.

FrankfurtKurz vor dem erwarteten Börsengang von Delivery Hero steigt der südafrikanische Technologie- und Infrastruktur-Investor Naspers bei dem Berliner Essens-Lieferdienst ein. Naspers steckt 387 Millionen Euro in Delivery Hero („Lieferheld“, „Foodora“, „Pizza.de“), wie beide Unternehmen am Freitagabend mitteilten.

Der Löwenanteil davon fließt an Delivery Hero selbst, daneben verkauften einige bestehende Aktionäre kleine Anteile. Der größte Miteigentümer von Delivery Hero, der Start-up-Investor Rocket Internet, lässt seinen Anteil im Zuge dessen von 38 auf 33 Prozent verwässern.

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Naspers dürfte mit der Finanzspritze gut zehn Prozent an Delivery Hero halten. Damit zählt der Konzern aus Johannesburg zu den größten vier Anteilseignern. Der Einstieg sei zu den selben Konditionen erfolgt wie bei der letzten Finanzierungsrunde im Juni 2015, erklärte Delivery Hero.

Das Unternehmen war zuletzt mit rund 3,2 Milliarden Euro bewertet worden, nachdem Rocket im Dezember seine Beteiligung Foodora eingebracht hatte. Mit dem Einstieg von Naspers steigt die Bewertung auf mehr als 3,5 Milliarden Euro. Die Südafrikaner bekommen einen Sitz im Aufsichtsrat.

Delivery Hero gilt als sehr aussichtsreicher Kandidat für einen Börsengang in diesem Jahr. Nach einem Wachstumssprung im vergangenen Jahr hält Vorstandschef Niklas Östberg seine Firma bald für börsenreif. Das Unternehmen hat mehr als 5000 Mitarbeiter in gut 40 Ländern. „Das Kapital und Knowhow von Naspers wird unsere Wachstumsdynamik unterstützen“, erklärte Östberg am Freitag.

Naspers hat in Südamerika bereits eigene Erfahrungen mit Essens-Lieferdiensten gesammelt. „Wir glauben, dass ein Großteil der wachstumsstarken Märkte noch am Anfang steht und viele Chancen bietet“, begründete Naspers-Chef Bob van Dijk die Investition in das Berliner Unternehmen. Die Rivalen Just Eat und Takeaway.com („Lieferando“) sind bereits an der Börse gelistet.

Quelle:  Handelsblatt Online
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