Navigation: Die Vermessung der Welt

Navigation: Die Vermessung der Welt

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Google-Maps war nur der Anfang. Kartenanbieter ermöglichen bald auch die Navigation in Gebäuden

Google Maps war erst der Anfang. Online-Kartenanbieter erfassen Städte in 3-D und ermöglichen Navigation in Gebäuden.

Navigationsgeräte lotsen uns zielsicher zur nächsten Tankstelle, ob in Deutschland oder auf Malta. Im Satellitenkarten-Programm Google Earth stürzen wir wie Fallschirmspringer in Städte und Gebirge hinab. Und Microsofts Kartendienst Bing Maps versetzt uns mit seinen Rundum-Fotos in die Häuserschluchten von Manhattan.

Was uns heute noch staunen lässt, könnte bald so veraltet wirken wie die Faltpläne der Vor-Navi-Ära. Denn die Vermessung der Welt geht in die nächste Runde: Neue Kartendienste im Internet liefern uns bald Ortsinformationen, die so detailliert und passgenau sind, als hätte jemand mit einem Zollstock nachgemessen.

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Der Nokia-Tochter Navteq beginnt gerade damit, ganze Städte mit Laser-scannern abzutasten. Aus Milliarden von Datenpunkten, kombiniert mit Fotos aus dem Auto, aus der Luft und dem All, baut eine Spezialsoftware die Stadt im Computer dreidimensional nach.

Individeuelle Verkehrsprofile

Das soll nicht nur die Straßenansicht von Navigationsgeräten präziser und anschaulicher machen. Bald sollen Internet-Nutzer auch durch digitale Kopien von Singapur oder New York fliegen können — und dort in virtuellen Läden einkaufen oder Computerspiele zocken.

Aber auch die Navigation in realen Städten soll komfortabler werden. Alle großen Anbieter berechnen aus den Bewegungsprofilen von Millionen Handys Verkehrsprofile selbst für einzelne Straßen. Der Navigationsgerätehersteller TomTom hat sich dafür mit Vodafone zusammengetan. Navteq wiederum hat die auf Verkehrsdaten spezialisierte Telekom-Tochter T-Traffic gekauft. Bald sollen Navigationsgeräte anhand dieser Informationen für jeden Tag und jede Jahreszeit den Verkehrsfluss nicht nur anzeigen, sondern auch vorhersagen – und einen Stau schon umfahren, bevor er entstanden ist.

Navi für den Supermarkt

Lange endete die Vermessung der Welt vor den Eingangstüren der Gebäude. Mehrere Startups in den USA arbeiten nun jedoch daran, das mit sogenanntem Indoor Mapping zu ändern.

FastMall, Micello und Point Inside kartieren Tausende Einkaufszentren, Universitäten, Krankenhäuser, Stadien, Bahnhöfe und Flughäfen in mehr als 20 Ländern. Spezielle Software auf Smartphones berechnet die aktuelle Position anhand von Signalstärken umliegender WLAN-Netze. Besucher einer Mall in San Francisco können beispielsweise mit dem Handyprogramm Micello Indoor erfahren, über welche Rolltreppe sie zum Computerladen im dritten Stock gelangen. Den Weg zur nächsten Toilette zeigt das Handy übrigens an, wenn man es schüttelt.

Noch weiter geht das brandneue Programm aisle411: Es verfügt über Karten von mehr als 600 Filialen von US-Supermarktketten. aisle411 zeigt Nutzern, in welchem Regal ein gesuchtes Produkt steht. Anhand der Einkaufsliste, die man daheim eingetippt hat, berechnet die App sogar die kürzeste Route vom Wein über die Spaghetti bis zur Kasse.

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