Neue Handy-Anbieter: Endlich vorgestellt: Garmins "nüvifone" im Praxistest

Neue Handy-Anbieter: Endlich vorgestellt: Garmins "nüvifone" im Praxistest

Bild vergrößern

Garmins "nüvifone"

Die Konkurrenz auf dem Mobilfunkmark nimmt zu: Der weltweit drittgrößte Computerhersteller Acer steigt in den Handy-Markt ein. Und Navigationsspezialist Garmin will im Juni endlich sein "nüvifone" auf den Markt bringen.

Eine Kooperation zwischen Garmin und dem Computerhersteller Asus, bekannt vor allem durch seine preiswerten Netbooks, macht es möglich. Schon auf dem Mobile World Congress im vergangenen Jahr konnten Besucher das neuartige Navigationshandy bestaunen - allerdings hinter Plexiglas. Mehr als ein Prototyp war es jedoch nicht. wiwo.de war es möglich, das Gerät gestern Abend erstmals kurz einem Praxistest zu unterziehen. 

3,55 Zoll misst der Touchscreen, also das berührungsempfindliche Display, des "nüvifones". Die Auflösung von 272 mal 480 Bildpunkten kann sich sehen lassen. Bis zu 65.536 Farben kann das Gerät darstellen. Diese Angaben sind wichtig, denn schließlich möchte der Benutzer beim Navigieren auf den Karten auch etwas erkennen können. Wer sich bei Geräten für unterwegs bislang über zu kleine Symbole (oder seine vielleicht zu großen Finger) geärgert hat, dürfte sich freuen: Die Symbole sind so groß, dass man sie kaum verfehlen kann. Die Aufteilung der Hauptfunktionen ist denkbar einfach strukturiert: Telefon, Suche und Navigation. Das Entscheidende: Das "nüvifone" liefert alle Funktionen, die man von einem professionellen Navigationsgerät her kennt - und bietet damit deutlich mehr als herkömmliche Handys mit Navigationsfunktion.

Anzeige

Super Ausstattung

Die technische Ausstattung des kleinen Alleskönners ist auf der Höhe der Zeit: Turboschnell gelangt der Benutzer unterwegs ins Internet (für Eingeweihte: HSDPA wird unterstützt), und auch per WLAN gelingt eine Anbindung an die weltweite Datenautobahn. Der Flashspeicher bietet mit vier Gigabyte genügend Platz für den mobilen Einsatz - und auch eine Drei-Megapixel-Kamera mit Autofokus ist an Bord.

Pfiffig: Die eigenen Aufnahmen kann man über den integrierten GPS-Empfänger mit sogenannten Geotags versehen. So lassen sich beispielsweise die im Adressbuch gespeicherten Kontakte schnell auffinden. Im Juni soll das "nüvifone" in den Handel kommen. Garmin befindet sich nach eigenen Angaben zurzeit in Verhandlungen mit einigen Mobilfunkanbietern, so dass Kunden das Gerät vielleicht auch mit einem Handyvertrag kaufen können. Ohne Vertrag orientiere sich der Preis an dem für Smartphones, verriet der Hersteller auf Anfrage von wiwo.de, also zwischen 300 und 400 Euro.

Acer präsentiert erste Handys

Wenn schon Microsoft offenbar kein eigenes Handy plant und auch das Gerücht, Computerhersteller Dell wolle sich abermals an einem Mobiltelefon versuchen, nicht totzukriegen ist, dann enttäuscht wenigstens die weltweite Nummer Drei unter den PC-Herstellern - Acer - die Erwartungen nicht: Das Unternehmen stellte gestern Abend auf dem Mobile World Congress in Barcelona seine ersten Geräte vor.

Es handelt sich um sogenannte Smartphones, eine Mischung aus Mobiltelefon und Mini-Computer. Die ersten acht Acer-Handys laufen mit Microsofts Betriebssystem Windows Mobile. Auch Telefone mit anderen Betriebssystemen seien in der Entwicklung, hieß es ohne nähere Einzelheiten. Sie sollen im Laufe des Jahres vorgestellt werden.

Acer profitierte im vergangenen Jahr als PC-Hersteller von dem Boom der Netbooks - der abgespeckten Version der Mini-Notebooks. Das Unternehmen steigerte den Computer-Absatz um mehr als ein Viertel und kam zuletzt auf einen weltweiten Marktanteil von 12,3 Prozent. In Deutschland ist Acer sogar die Nummer zwei nach Hewlett-Packard.

Der Einstieg auch in den Mobilfunk-Markt sei die logische Fortsetzung der bisherigen Strategie, betonte Acer-Chef Gianfranco Lanci in Barcelona. Vor dem Markteinstieg befragte Acer mehr als 30.000 Nutzer, um deren Anforderungen an Mobiltelefone zu ermitteln.

Analysten erwarten dennoch, dass der Computer-Spezialist Lehrgeld bei der Eroberung des für ihn neuen Marktes zahlen muss. Die Einstiegshürden seien hoch und Acer starte erst spät ins Handy-Geschäft, sagte Nomura-Expertin Ellen Tseng der Finanznachrichtenagentur Bloomberg.

Anzeige
Zur Startseite
-0%1%2%3%4%5%6%7%8%9%10%11%12%13%14%15%16%17%18%19%20%21%22%23%24%25%26%27%28%29%30%31%32%33%34%35%36%37%38%39%40%41%42%43%44%45%46%47%48%49%50%51%52%53%54%55%56%57%58%59%60%61%62%63%64%65%66%67%68%69%70%71%72%73%74%75%76%77%78%79%80%81%82%83%84%85%86%87%88%89%90%91%92%93%94%95%96%97%98%99%100%