Ökonomie-Experimente: Volkswirtschaft unter Kontrolle

Ökonomie-Experimente: Volkswirtschaft unter Kontrolle

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Experimente spielen in den Wirtschaftswissenschaften eine immer größere Rolle. Wie die funktionieren, kann man am „Centre for Experimental Economics“ in Kopenhagen erleben und Studenten verdienen nebenbei noch daran.

Rodica Plamadeala ist durch einen Aushang an ihrer Universität zur Versuchsperson geworden. „Verdien’ Geld“ stand dort in großen Lettern. Die Rumänin studiert Volkswirtschaftslehre an der Uni Kopenhagen und kann in der teuren dänischen Hauptstadt jeden Cent gebrauchen. Über eine Internetseite hat sich die 23-Jährige als Proband registriert und wird nun regelmäßig per E-Mail von den Mitarbeitern des Labors zu Versuchen eingeladen. Auch diesmal hat sie zugesagt und wartet zusammen mit den 20 anderen Teilnehmern vor dem Labor. Die meisten sind Studenten unterschiedlicher Fachrichtungen, viele von ihnen aus dem Ausland.

Entscheidungen alleine treffen

Zunächst zieht jeder eine Nummer und bekommt einen Computer zugeteilt. Alle Rechner sind durch Holzwände voneinander getrennt, keiner darf den Bildschirm des anderen sehen. Damit die von den Teilnehmern erzeugten Daten am Ende für die Forscher verwendbar sind, müssen alle Probanden ihre Entscheidungen alleine treffen. „Wir müssen genau wissen, welche Informationen der Teilnehmer hatte, andernfalls wäre das Experiment nicht kontrollierbar“, sagt Thomas Markussen, Ökonom und Leiter des „Centre for Experimental Economics“ in Kopenhagen. Nur so könne in der anschließenden Auswertung jeder Teilnehmer als eine einzelne statistische Einheit gewertet werden.

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Zufallsprinzip

Alle Computer des Labors sind miteinander vernetzt. Ein zentraler Rechner speichert sämtliche Daten, die die Teilnehmer mit ihren Entscheidungen erzeugen, in einer Excel-Tabelle. Diese verwenden die Forscher zur Auswertung der Ergebnisse. Um später repräsentative Resultate zu erhalten, brauchen sie durchschnittlich etwa 100 Teilnehmer pro Experiment.

Bevor das Experiment startet, bekommen Rodica und die anderen Teilnehmer eine schriftliche Anleitung. Das Thema des Versuchs kennen sie allerdings nicht – sie sollen nicht wissen, worauf die Forscher hinaus wollen. Werden beispielsweise Lohnverhandlungen zwischen Chef und Arbeitnehmer simuliert, heißen diese in der Anleitung schlicht „Person A“ und „Person B“. Per Zufallsprinzip weist das Computerprogramm den Teilnehmern ihre Rolle zu. Sie wissen lediglich, wie sich ihre Punktzahl errechnet. Zunächst werden Testfragen beantwortet.

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