Onlinespiele: Zynga plant Milliarden-Börsengang

Onlinespiele: Zynga plant Milliarden-Börsengang

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Eine Frau spielt das Online-Spiel Farmville auf Facebook

Aus virtuellen Bauernhöfen wird echtes Geld: Das Unternehmen Zynga steht kurz vor einem Börsengang. Der Anbieter von Onlinespielen wie FarmVille könnte mit bis zu 20 Milliarden Dollar bewertet werden.

In der Welt der Onlinespiele stehen die Zeichen auf Börsengang: Noch an diesem Mittwoch könnte das Unternehmen Zynga die Unterlagen für einen Milliarden-Börsengang einreichen, berichten Wall Street Journal und der TV-Sender CNBC übereinstimmend. Zynga ist ein Spezialist für Onlinespiele, die vor allem bei Facebook gespielt werden. Zu den bekanntesten Spielen des Anbieters zählt FarmVille, bei dem die Spieler einen virtuellen Bauernhof betreiben.

Das wertvollste Spieleunternehmen der USA

Medienberichten zufolge könnte Zynga versuchen, in einem ersten Schritt zwischen 1,5 und 2 Milliarden Dollar bei Investoren einzusammeln. Das Unternehmen würde damit auf einen Wert von bis zu 20 Milliarden Dollar kommen. Zynga wäre dann das wertvollste Spiele-Unternehmen in den USA – noch vor den traditionellen Anbietern Electronic Arts und Activision Blizzard, die zusammen auf einen Gesamtwert von rund 21 Milliarden Dollar kommen. Zusätzlich zum Börsengang verhandelt das Unternehmen dem Wall Street Journal zufolge mit verschiedenen Banken über eine Kreditlinie in Höhe von einer Milliarde Dollar.

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Die Zynga-Spiele an sich sind kostenlos. Geld verdient das Unternehmen vor allem, wenn die Spieler virtuelle Gegenstände kaufen, etwa Landmaschinen für ihre digitalen Äcker. Viele Kunden hat das Unternehmen beispielsweise bei Facebook. 271 Millionen Zynga-Kunden tummeln sich jeden Monat auf den Seiten des sozialen Netzwerks, haben die Marktforscher von AppData herausgefunden.

"Günstiges Kapital"

Neben Zynga planen auch andere Internetfirmen in nächster Zeit einen Börsengang, etwa die Schnäppchen-Webseite Groupon. Auch Facebook wird voraussichtlich im kommenden Jahr an die Börse gehen. Zuletzt strebte das Online-Netzwerk LinkedIn und das Internetradio Pandora an den Aktienmarkt. Die Kurse der beiden Internetunternehmen waren zwar zunächst stark gestiegen, doch die Euphorie hielt nicht lange. Nur Tage nach dem Start gingen beide Aktien auf Talfahrt. Einige Beobachter fürchten bereits eine neue Internet-Blase.

Doch im Gegensatz zu LinkedIn oder Pandora dürfte Zynga in diesem jahr laut Marktbeobachtern Geld verdienen - rund 500 Millionen Dollar, schätzt Analyst Nitsan Hargil von GreenCrest Capital. Den aktuellen Umsatz sieht er bei 1,5 Milliarden Dollar, sagte er der Finanznachrichtenagentur Bloomberg. Im vergangenen Jahr waren es noch 850 Millionen Dollar. auch Hargil habe von Zynga-Investoren gehört, dass am Mittwoch der Startschuss zum Börsengang fallen solle.

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