Raumfahrt: Einzigartiger Satellit soll Klima überwachen

Raumfahrt: Einzigartiger Satellit soll Klima überwachen

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Die Illustration zeigt den esa-Satelliten SMOS (Soil Moisture and Ocean Salinity) beim Flug über der Erde

Ein technisch einzigartiger Satellit der Europäischen Raumfahrtorganisation (ESA) soll eine Hauptrolle bei der weltweiten Überwachung des Klimawandels übernehmen.

Eine russische Trägerrakete brachte den Satelliten zur Kartierung des Salzgehalts der Ozeane und der globalen Bodenfeuchtigkeit SMOS gestern vom nordrussischen Raumfahrtzentrum Plessezk aus in eine Umlaufbahn. SMOS - das ist die englische Abkürzung für "Soil Moisture and Ocean Salinity" - wurde zusammen mit dem Satelliten "Proba-2" ins All transportiert.

SMOS verfüge über ein einzigartiges Radiometer, das die Überwachung des Wasserkreislaufs zwischen Ozeanen, Atmosphäre und Festland ermögliche. Davon erhofft man sich wichtige Hinweise über den Verlauf des Klimawandels. Der Salzgehalt sei eine Kenngröße für das Abschmelzen der Polkappen, erklärte das Deutsche Zentrum für Luft- und Raumfahrt (DLR) in Köln.

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Der 658 Kilogramm schwere Satellit ist eine französisch-spanische Entwicklung für die ESA. Er werde die Messungen des Wasseraustauschs am Boden und im Meer ergänzen und zudem eine weltweite Überwachung des Phänomens ermöglichen, sagte der ESA-Direktor für Erdbeobachtungsprogramme, Volker Liebig. "Da dieser Austausch, der zu einem Großteil in abgelegenen Gebieten vonstattengeht, sich direkt auf das Wetter auswirkt, ist er für Meteorologen von höchster Bedeutung", sagte er. "Zudem ist der Salzgehalt einer der Motoren der thermohalinen Zirkulation, des großen Netzes der Meeresströmungen, das für den Wärmeaustausch zwischen den Weltmeeren verantwortlich ist."

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