Raumfahrt: US-Shuttle Endeavour ist museumsreif

Raumfahrt: US-Shuttle Endeavour ist museumsreif

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Das Spaceshuttle Endeavour bei seinem Start 2007. Das Shuttle-Programm der USa endet im September 2010.

Nach elf Tagen Ausflug ins All ist das Space Shuttle Endeavour um 8.31 Uhr in Cape Canaveral gelandet. Jetzt kommt der US-Raumgleiter ins Museum. Denn die internationale Raumfahrt muss sparen.

Am gestrigen Dienstag um 5.55 Uhr löste sich das Space Shuttle Endeavour von der internationalen Raumstation ISS und machte sich auf den Heimweg. Heute um 8.31 Uhr setzte das Shuttle auf dem Weltraumbahnhof Cape Canaveral in Florida auf. Seit dem 16. Mai waren Commander Mark Kelly und seine Crew im All unterwegs. Am 18. dockte das Shuttle an der Raumstation ISS an. Es war die 25. Mission der Endeavour. Nachdem das Schiff heute auf dem Weltraumbahnhof in Florida, Cape Canaveral landet, kommt es ins Museum. Die amerikanische Weltraumbehörde NASA mottet alte Schiffe ein und zieht sich aus der bemannten Raumfahrt zurück. Experten fürchten, dass dann in Florida 7000 Jobs verloren gehen.

Mond- und Marsmission der NASA gestrichen

Ursprünglich sollte 2014 ein neues Schiff der NASA abheben. Die Orion, ausgelegt für vier bis sechs Astronauten, sollte stetig weiterentwickelt werden und nach dem Ende der ISS Menschen zum Mond und zum Mars fliegen. Schon zwei Jahre vorher sollte auf dem Mond eine ständig bemannte Station errichtet werden, von der aus es später zum Mars gehen sollte. Diese Pläne sind seit letztem Jahr perdu. Peter Orszag, der Budget-Direktor von US-Präsident Barack Obama, setzte bei der Raumfahrtbehörde den Rotstift an. Allerdings strich er ihr kein Geld: 2010 gab es noch rund 18,7 Milliarden Dollar vom Staat, bis 2015 soll das Budget sogar schrittweise auf rund 18,9 Milliarden angehoben werden. Die Missionen Mond und Mars sind jedoch bis auf weiteres gestrichen. Und seit der Rückkehr der Endeavor müssen Besucher der ISS wahlweise mit den Russen oder den Chinesen ins All. Alle anderen besitzen keine Schiffe, die für Menschen ausgelegt sind. 

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Die ESA

Beispielsweise die Europäische Weltraumorganisation ESA, zu der 18 Mitgliedsstaaten gehören, hat zwar die Ariane-Raketen, aber die transportieren bloß Fracht. Die ESA ermöglicht den einzelnen Staaten jedoch Projekte, die kein Mitglied alleine verwirklichen könnte. 2010 betrug das Budget der ESA ungefähr 3,7 Milliarden Euro. Die investierte sie wieder in ihren Mitgliedstaaten, indem sie  Industrieaufträge für Raumfahrtsprogramme vergab. Die Investitionen entsprachen in etwa der Höhe der Mitgliedsbeiträge. Die richten sich in ihrer Höhe nach dem jeweiligen Bruttoinlandsprodukt. Im vergangenen Jahr arbeiteten 1900 Menschen – Ingenieure, IT-Experten, Wissenschaftler und Verwaltungskräfte – für die Europäische Raumfahrtorganisation.

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