Kommentare zu: Wird Wasser bald so teuer wie Öl?

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6 Kommentare
  • 24.07.2008, 12:48 UhrAnonymer Benutzer: franco

    Hervorragender Artikel!

    Es ist eine ironie, dass sich die Länder, die beharrlich an einer öffentlichen Wasserwirtschaft mit hohen Preisen festgehalten haben (Deutschland, Dänemark) nun die wenigsten Probleme zu befürchten haben.

    Privatisierung führt bei relativ guter Ausstattung mit Wasser zur investitionshemmung bei steigenden Preisen (Großbritannien).

    Wer hingegen massiv Wasserknappheit bei leeren Staatskassen hat, dem bleibt nur die Privatisierung (Überbevölkerte heiße Länder außerhalb der Kern-Tropen).

    Die Moral von der Geschicht: berater, die hiesigen Unternehmern die Produktionsverlagerung bzw. das Outsourcing in betroffene Länder empfehlen, müssen sich daran messen lassen, ob sie die Kosten für Verteilungskämpfe um das Wasser und deren explodierenden Preis in ihre Kalkulation einbezogen haben. Die schönste Gewinnprognose nutzt nichts, wenn in zwei Jahren mein Lieferant in Asien ausfällt, weil dort Wasserknappheit besteht.

  • 24.07.2008, 19:24 UhrAnonymer Benutzer: vandale

    Zum genannten Wasserpreis in D kommt noch die Abwassergebuehr so das der reale Wasserpreis in D bei 4 Euro/m3 liegt.
    in den Wuestenstaaten des Mittleren Ostens liegt der Wasserpreis in der Regel bei 1$ /m3.
    in Nord- und Westeuropa von Wasserknappheit zu sprechen ist ohnehin albern. in D regnet es an etwa 1 von 3 Tagen so das eigentlich ausreichend Wasser zur Verfuegung steht. Problematisch ist die Politik und Oekoreligion die das Wasser teuer machen.

    Weltweit duerfte eine Klimaerwaermung eher positiv wirken da dann mehr Meerwasser ueber dem Meer verdampft und die Niederschlagsmenge erhoeht.

    Vandale
    Eine Meerwasserentsalzung

  • 24.07.2008, 23:24 UhrAnonymer Benutzer: michel

    Hello, eventhough i do not read a word of German, i incidently go your magazine and looked at the article for blaues Gold, i work in irrigation and only by the schematics and the maps i could understand the deepth of the article. Would it be possible to get a english version as it seams to be a great article

  • 25.07.2008, 10:00 UhrAnonymer Benutzer: Thomas Müller

    Ob uns das jetzt passt oder nicht, Wasser ist ein natürliches Korrektiv. Pflanzen und Tier können ohne Wasser nicht existieren bzw die Nahrungskette fängt erst dort an zu entstehen wenn Wasser in ausreichender Menge vorhanden ist.
    Wird dieser Zusammenhang ignoriert so schlägt die Kausalität oder wenn man will das imaginäre Wesen "Natur" zu - nicht weil sie so gnadenlos ist, sondern weil Konsequenz eines der eisernen Gesetze des Lebens ist.
    in unseren breiten "produzieren" wir mehr Wasser als wir "verbrauchen" - will heißen, wir bereiten zusätzlich zu nachfließendem Quell - und Schmelzwasser unser brauchwasser nahe 100% auf und bringen es somit in den Kreislauf zurück. So unglaublich es auch klingt, aber Wassersparen ist in unseren breiten eher kontraproduktiv, da jede Verdünnung durch sog. Verschwendung die Durchflussmenge und damit den Aufbereitungsaufwand von brauchwasser verringert.
    Unsere Situation lässt sich also in keiner Weise mit der von Trockengegenden vergleichen und Meerwasseraufbereitung ist bei näherer betrachtung ökologischer Wahnsinn. Mit immensem Energetischen Einsatz wir hierbei Erdöl eingesetzt und daher ist auch nicht verwunderlich, dass besonders Ölförderländer sich hier so stark engagieren. Das Ende ist absehbar.
    Am eigentlichen Ausgangspunkt s.o. handelt man aber weiter vorbei.
    Die trockensten Gegenden haben die höchste Fortpflanzungsrate und was die Natur längst zu regeln vermocht hätte, verhindern wir mit gutmenschlicher Manipulation. Und auch hier sind die Folgen unausweichlich und immer schon sichtbar.
    Nicht aus seinen Fehlern lernen zu wollen, scheint ein erstrebenswertes Paradigma menschlicher Existenz geworden zu sein.

  • 25.07.2008, 17:32 UhrAnonymer Benutzer: Ewu

    Lieber Franco,

    es tut mir leid, da muss ich etwas wiedersprechen! Dtl. und Dänemark haben geografisch einfach herforagende bedingungen und in 1. Linie deswegen kein Wasserproblem!

    Die Privat öffentliche Diskussion ist eine ganz andere.

    Gruß Ewu

  • 25.07.2008, 17:46 UhrAnonymer Benutzer: Dipl.-Ing.

    Der Artikel beschreibt zutreffend die weltweiten Entwicklungen und Risiken. Als tragisch dürfte sich auf Sicht erweisen, daß inzwischen zwar diverse, hocheffiziente Wasserspartechnologien verfügbar sind, die allerdings aus ganz unterschiedlichen Gründen (noch) nicht in den Wassermangelregionen zum Einsatz kommen. Die deutschen Hersteller haben hier im internationalen Vergleich die Nase vorn, wie nicht zuletzt die neue initiative German Water zeigt. Dabei handelt es sich nicht immer nur um Großunternehmen. Als aktuelles beispiel für die innovationskraft kann das Start-up-Unternehmen Vacusatec (Münster) gelten, das ein neues und inzwischen bauaufsichtlich zugelassenes Vacuum-System für größere Gebäude entwickelt hat, mit dem sich - ohne Einbußen bei Hygiene und Komfort - der Wasserverbrauch um bis zu 85 % senken läßt. immer mehr Fachleute empfehlen inzwischen der Politik, den betroffenen Entwicklungsländern nicht mehr Gelder zur eventuell mißbräuchlichen Verwendung zur Verfügung zu stellen, sondern vor Ort den Mangel mit zweckgebundenen investitionen in solche Technologien zu bekämpfen. Das wäre der Ansatz zu einer pragmatischen Problemlösung.

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