Saugroboter Roomba: Goldene Zeiten für die Putzfee

Saugroboter Roomba: Goldene Zeiten für die Putzfee

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iRobot Roomba 560

Der Roboter-Staubsauger Roomba von iRobot ist mehr als ein technisches Spielzeug, um das einen Freunde beneiden, findet Susanne Kutter. Er erleichtert die Hausarbeit und begeistert auch die Kinder.

Noch nie war unser Haus so sauber. Denn vor ein paar Wochen zog ein bratpfannengroßer, vollelektronischer Putzteufel namens Roomba bei uns ein. Seit das 399 Euro teure Gerät des US-Herstellers iRobot kreuz und quer durch die Räume fegt, ist Schluss mit Krümeln unterm Tisch und Staubnestern unter Schränken und Regalen.

Nicht, dass wir bisher im Dreck gelebt hätten: Schließlich beschäftigen wir eine Putzfrau. Deshalb war ich anfangs auch ganz und gar nicht begeistert von der Idee, einen Staubsauger-Roboter zu testen und mich stundenlang in dessen Gebrauchsanweisung zu vertiefen. Irgendwann holte ich Roomba dann aber doch heraus, studierte 15 Minuten lang die Mini-Kurzanleitung, steckte die Ladestation ein und lud ihn auf.

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Nach vier Stunden dann der erste Versuch: Ich drückte den inzwischen grün leuchtenden „Clean“-Knopf im Zentrum des kreisrunden Geräts und erteilte so den ersten Putzbefehl. Roomba quittierte das mit einer Tonfolge und machte sich sogleich auf den Weg. Ich sah zu, wie der Putzroboter kreuz und quer durch unsere Kombination aus Küche und Wohn-Esszimmer schnurrte.

Der große Raum sollte für den Anfang reichen. Doch ehrlich gesagt überforderte ihn diese Anordnung: Kochblock, insgesamt 36 Stuhlbeine, acht Tischbeine, dazu ein in den Raum ragendes Sofa, zwei Teppiche und ein Ofen verwirrten ihn anfangs. Immer wieder flüchtete er sich unter Schränke und Regale, fegte dort mit Inbrunst mit der Kantenbürste Sprudelflaschendeckel, Flusen oder Scherbenreste hervor. Doch aus irgendeinem Grund saugte er sie anschließend nicht auf – offenbar hatte das Gerät die Orientierung verloren.

Ich hatte Mitleid und stellte die Stühle auf den Tisch. Ohne Erfolg: Nach 45 Minuten kehrte Roomba zur Ladestation zurück, obwohl überall noch Brötchenkrümel lagen. Die Staubflusen hatte Roomba an den Rändern des Küchenteppichs abgestreift und rund um den Ofen war alles noch voll Asche.

Ich begann daraufhin, die Langversion der Gebrauchsanweisung zu studieren und mich in die Funktion der mitgelieferten Infrarot-Sender einzuarbeiten. Man kann diese als virtuelle Wände verwenden und den Aktionsradius des Putzroboters damit einengen. Auch sollen sie ihn wie Leuchttürme von Raum zu Raum und wieder zurück zur Ladestation leiten. Mir reichten erst einmal die virtuellen Schranken. Damit richtete ich Roomba einen überschaubaren viereckigen Raum ein. Und siehe da: Auf einmal funktionierte der Hausroboter wunderbar. Es blieben keine Krümel mehr liegen.

Daraufhin ließ ich meine drei Kinder auf den Putzroboter los. Sie waren von dem neuen Hauskameraden restlos begeistert, den sie herumkommandierten und mit Rotlicht in seine Schranken wiesen. Damit begannen die goldenen Zeiten mit unserem Putzteufelchen: Meine Kinder schleppten es in jeder freien Minute irgendwohin und ließen es dort arbeiten. Selbst der Keller ist auf diese Weise in vier Wochen zweimal komplett gereinigt worden. Da vor dem Saugen zunächst die gröbsten Hindernisse auf dem Boden weggeräumt werden müssen, hat sich der Ordnungsgrad in unserem Haus seither dramatisch erhöht.

Nur eine Wiederfinde-Klingel wie man sie von schnurlosen Telefonen kennt, vermisse ich. Denn zuweilen sah man mich durch die Räume streifen, um nach dem Roboter zu fahnden – etwa, wenn ihm unterwegs der Saft ausgegangen war, er den Rückweg zur Ladestation nicht gefunden hatte oder er sich wieder einmal hoffnungslos unter dem Schuh-Regal zwischen Gummistiefeln und Flurteppich verkeilt hatte. Ihm alleine die Reinigung der Wohnung zu überlassen, ist zumindest in einem Haushalt mit viel Krimskrams keine allzu gute Idee.

Dennoch führten wir Roomba bis zum Testende immer wieder gerne vor: Einen Gesprächsstoff brauchten wir dann nicht mehr zu suchen. Und auch meine Putzfee hat sich zu guter Letzt mit dem Roomba anfreunden können. Denn der kleine Wicht ersparte es ihr, unter Regale und Schränke zu kriechen, was sie selbst sehr ungern tut. Insofern war er auch für sie eine Hilfe.

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