Smartphone: Konkurrent für iPhone und Blackberry

Smartphone: Konkurrent für iPhone und Blackberry

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Smartphone G1 von T-Mobile

In den USA gibt es neue Konkurrenz fürs iPhone und den Blackberry: das Smartphone G1 von T-Mobile. Matthias Hohensee hat am ersten Handy, das mit Googles Betriebssystem Android arbeitet, Schwächen entdeckt.

Anstelle von Microsoft-Chef Steve Ballmer würde ich schon beim Auspacken des Gerätes einen Tobsuchtsanfall bekommen. Das G1, das erste T-Mobile-Handy, das mit Googles Betriebssystem Android läuft, sieht aus wie die modernisierte Neuauflage des in den USA so beliebten Smartphones Sidekick. Microsoft hatte den Produzenten Danger im Februar 2008 für viel Geld erworben. Es muss Ballmer wurmen, dass der Konkurrent sich das gute Image des Sidekick zunutze macht – eines der ersten Mobiltelefone, mit denen man im Internet anständig surfen konnte.

Dem Kunden wird dies Gerangel egal sein. Ihn interessiert, ob er ein leistungsfähiges Gerät in Händen hält. Und in diesem Punkt schlägt das G1 die aktuelle Version des Sidekick klar. Im Vergleich mit Apples iPhone und zum Blackberry des kanadischen Herstellers Research in Motion (RIM) ist das G1 allerdings nur Durchschnitt. Geschäftsleute werden sich daran stoßen, dass die Synchronisation mit Daten auf dem Computer nur über Umwege funktioniert und dass es derzeit kein Microsoft Exchange unterstützt.

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Dafür ist der sieben mal fünf Zentimeter große Touchscreen selbst bei Sonnenlicht gut lesbar, und er reagiert äußerst schnell auf Berührungen der Finger. Zudem wirkt die Startseite sehr aufgeräumt. Die Leiste, die E-Mails und Kurznachrichten (SMS) ankündigt, ist durchdacht.

Dagegen sind die Schaltknöpfe der ausklappbaren Tastatur für schnelle Schreiber etwas zu klein. Allerdings ist sie besser als die virtuelle Tastatur des iPhones und ähnlich gut wie die Knopftasten eines Blackberrys. Nach zwei Tagen Gewöhnung geht das Tippen gut von der Hand. Die automatische Wortkorrektur lässt sich – im Gegensatz zum iPhone – ausstellen.

Um Googles E-Mail-Service Gmail aufzurufen, reicht die Eingabe von Kontoname und Passwort. Eingehende E-Mails werden umgehend auf dem Handy angezeigt. Was mich besonders verblüfft: Selbst wenn das Telefon mangels UMTS-Netz auf die Schmalspuralternative Edge ausweicht, geht das Surfen im Internet weiter flott.

Der Akku hat eine höhere Ladekapazität als das iPhone und lässt sich zudem auswechseln. Der Marktplatz von Google, von dem aus sich zusätzliche Programme erwerben lassen, ist ähnlich gut integriert wie der Appstore von Apple. Anklicken, herunterladen, installieren – so einfach sollte es sein.

Das G1 ist fast doppelt so dick wie das iPhone, wiegt ein Fünftel mehr und hat eine gummierte Oberfläche, die für einen sicheren Halt sorgt. Das GPS-Signal kommt leider nur sporadisch an, sodass sich Googles umfangreicher Landkartendienst nur zeitweise nutzen lässt. Die Einwahl in mein häusliches drahtloses Funknetz (WLAN) funktionierte erst nach der Umstellung meiner Basisstation auf eine andere Verschlüsselung. Auch unterwegs gab es Probleme. Auf dem Flughafen London Heathrow schaffte es der Browser nicht, sich in das WLAN-Netz einzuloggen.

Obwohl das G1 über einen Bewegungssensor verfügt, wechselt der Bildschirm beim Kippen nicht automatisch von der Vertikalen in die Horizontale und umgekehrt. Auch das vom iPhone gewohnte Verkleinern oder Vergrößern von Bildern oder Internet-Seiten mit Daumen und Zeigefinger funktioniert auf dem G1 nicht. Dafür blendet es beim Surfen eine Art Lupe ein, die man zum Vergrößern auf den gewünschten Ausschnitt der Internet-Seite zieht. Die Sprachqualität ist nur mittelmäßig; die Benutzerführung des iPhones besser. Das G1 soll mit Beginn 2009 auch in Deutschland verkauft werden.

Fazit: Obwohl das Android-Betriebssystem ordentlich arbeitet, sind iPhone und Blackberry unter dem Strich stärker. Dennoch ist zu begrüßen, dass es bei Smartphones einen Wettbewerber mehr gibt.

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