_

Stromkosten: Sparprogramm

von thomas.kuhn@wiwo.de

Mit ein paar Handgriffen lassen sich die Stromkosten des Privat-PCs um mehr als 100 Euro jährlich senken.

Nirgendwo sonst in Europa kaufen Privatleute so leistungsstarke PCs wie in Deutschland – und zahlen so wenig dafür. Dank des harten Wettbewerbs sind selbst Spitzencomputer hier so preiswert wie nirgends sonst auf dem Kontinent. Schauen die Deutschen beim Kauf noch auf jeden Euro, ist die Geiz-ist-geil-Mentalität nach der Installation schlagartig vergessen. Nicht einmal jeder Zweite nutzt aktiv die Stromsparfunktionen, die ihre neuen Rechner bieten. Das ergab eine Umfrage der Deutschen Energie-Agentur Dena, die im Auftrag des Bundeswirtschaftsministers und mehrerer heimischer Energiekonzerne arbeitet. Die Nachlässigkeit geht ins Geld: Werden Hochleistungsprozessoren und Highend-Grafikkarten nicht daran gehindert, saugen sie hemmungslos Strom aus den mittlerweile zum Teil mehr als 300 Watt starken PC-Netzteilen. Wo findet man die Sparoptionen auf dem Rechner? Tipps hält das Online-Portal Initiative-Energieeffizienz.de bereit, sowohl für Windows XP und Vista als auch für Apples Betriebssystem Mac OS X. Moderne PCs besitzen jede Menge Einstellungen, die den Bildschirm und die Festplatte abschalten, wenn der Rechner nicht genutzt wird. Je nach Voreinstellung versetzt die Energiekontrolle den gesamten Rechner in Schlaf. Beim sogenannten Stand-by-Modus werden weite Teile der Hardware abgeschaltet, der Prozessor und die Programme im Arbeitsspeicher aber weiter mit Strom versorgt. Ersparnis mindestens 75 Prozent. Der sogenannte Ruhezustand legt eine Kopie des Arbeitsspeichers auf der Festplatte ab und schaltet sich dann komplett ab. Wird der Computer wieder benötigt, reicht ein Klick auf die Maus oder ein Fingerdruck auf die Tastatur und binnen Sekunden ist der Rechner betriebsbereit. Laut Dena-Umfrage laufen Privatrechner in Deutschland im Durchschnitt drei Stunden täglich. Doch selbst wer seinen Computer seltener einschaltet, kann durch die Aktivierung der Energiekontrolle pro Jahr 40 bis 50 Euro sparen. Weit mehr ist für Anwendern drin, die ihre Hochleistungsrechner intensiv nutzen oder den Computer als Faxgerät oder Telefon für Internet-Gespräche dauerhaft eingeschaltet lassen. Das gilt auch für PC-Besitzer, die zum Pauschaltarif im Internet unterwegs sind. Sie lassen ihre Computer durchschnittlich mehr als zwei Stunden pro Tag ungenutzt eingeschaltet. In beiden Fällen sind Ersparnisse von mehr als 100 Euro im Jahr möglich. Heimliche Stromfresser sind auch die beliebten Bildschirmschoner. Denn beim Betrieb der vielfach mit 3-D-Animationen aufgepeppten Bildeffekte werden Prozessor oder Grafikkarte maximal ausgelastet und sorgen so im heimischen Stromzähler für Vollgas. Überraschendes Sparpotenzial bietet auch der Wechsel von einem klassischen Röhren- zu einem modernen LCD-Monitor: Ein flacher 19-Zöller, der täglich drei Stunden genutzt wird, spart gegenüber einem Röhrenmonitor gleicher Größe rund 15 Euro Stromkosten im Jahr.

Anzeige
weitere Fotostrecken

Blogs

Die Geldklammer - Gastbeitrag von Frank Dopheide zur Serie "Aussterbende Insignien der Macht"
Die Geldklammer - Gastbeitrag von Frank Dopheide zur Serie "Aussterbende Insignien der Macht"

Teil 8 – Die silberne Geldklammer. Geld regiert die Welt, das war so und das bleibt so. Nur das Geld verändert seine...

Wirtschaftswoche

Inhalt

Abo

eMagazin

iPad

Deutsche Unternehmerbörse - www.dub.de
DAS PORTAL FÜR FIRMENVERKÄUFE
– Provisionsfrei, unabhängig, neutral –
Angebote Gesuche




.