Suchmaschine: Google kopiert Facebooks "Like"-Knopf

Suchmaschine: Google kopiert Facebooks "Like"-Knopf

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Google +1-Button

von Andreas Menn

Google hat eine neue Funktion. Die "Mag-ich"-Offensive ist eine klare Facebook-Kopie und ein Angriff auf den Konkurrenten. Doch es gibt einige Unterschiede, die einen ähnlichen Erfolg fraglich scheinen lassen.

Google macht Facebook Konkurrenz: Der kalifornische Suchemaschinenkonzern hat eine eigene Version des „Gefällt mir“-Schalters eingeführt, mit dem Nutzer im Internet ganze Webseiten, Texte, Fotos, Links oder Kommentare anderer Nutzer ihren Freunden auf Facebook empfehlen. Der neue Knopf mit dem Namen „+1“ erscheine zunächst neben den Suchergebnissen und Anzeigen der englischsprachigen Google-Seite, teilte der Konzern am Mittwoch in seinem Blog mit.

Nutzen kann die neue Funktion, wer ein Google-Konto eingerichtet hat und dort eingeloggt ist. Klickt der Nutzer auf den neuen +1-Schalter neben einem Suchergebnis, dann speichert Google den Link zur entsprechende Webseite in einer persönlichen Merkliste. Wenn die gleiche Seite später in der Trefferliste anderer Nutzer vorkommt, gibt Google an, dass eine Person diese Seite markiert hat.

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Freunde des Benutzers sehen sogar seinen Namen und sein Konterfei. Das gilt für alle Freunde, die bei Google angemeldet sind und mit dem Benutzer über die Google-Dienste Buzz, Talk oder Reader vernetzt sind in seinem Mail-Adressbuch gespeichert sind. Bald, schreibt Google-Produktmanager Rob Spiro, würden auch weitere Verknüpfungen wie Freundschaften bei Twitter ausgewertet. Einfluss auf den Suchalgorithmus hat die neue Funktion derzeit nicht. Dennoch dürften Nutzer geneigt sein, Webseiten häufiger anzuklicken, die von Freunden empfohlen werden.

Button-Epidemie

Googles „Mag-ich“-Offensive ist damit ein klarer Angriff auf den Konkurrenten. Das soziale Netzwerk nämlich bedroht mit inzwischen mehr als 600 Millionen Nutzern weltweit Googles Vormacht-stellung als Internet-Suchmaschine. Statt über Googles AdWords-Anzeigen gelangen immer mehr Internet-Nutzer über Facebook-Empfehlungen und bezahlte Anzeigen in dem sozialen Netzwerk zu anderen Webseiten. Mit eigenen Netzwerk-Funktionen will Google Internet-Nutzer stärker an seine Dienste binden.

Allerdings ist Googles Empfehlungs-Schalter noch nicht wirklich gleichauf mit Facebooks-Like-Button. Der nämlich steht zum Einbau in Webseiten bereit und hat sich eben dadurch seit seiner Einführung im Februar 2009 geradezu epidemisch im Internet ausgebreitet. Nach Unternehmensangaben empfehlen sich Facebook-Nutzer jeden Monat 30 Milliarden Inhalte wie Webseiten, Zeitungsartikel, Blogeinträge, Fotoalben – ein großer Teil dieser Empfehlungen dürfte direkt über den Like-Button geschehen. Anders als bei Facebook bietet +1 auch keine so genannte Timeline, auf der Nutzer die Aktivitäten und Empfehlungen ihrer Freunden nachverfolgen können.

In den kommenden Wochen will Google nachziehen: Der +1-Schalter werden dann auch in anderen Google-Produkten und auf Webseiten im Internet zu sehen sein, heißt es in der Ankündigung des Unternehmens. Wann das Angebot auch auf der deutschsprachigen Google-Seite standardmäßig eingebaut wird, lässt das Unternehmen offen. Über Googles Experimente-Seite können sich Nutzer in Deutschland den +1-Button aber bereits heute freischalten unter: http://www.google.com/experimental.

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