Tablet-PC WePad: Deutsche Konkurrenz für Apple

Tablet-PC WePad: Deutsche Konkurrenz für Apple

Es gibt Alternativen auf dem Markt für Tablet-PCs, den Apple bisher fest in der Hand hält: Das deutsche Produkt heißt WePad und kann sogar einiges, was das iPad nicht kann. Doch bei der Premiere gab es eine peinliche Panne.

„Alternative, nicht iPad-Killer“ soll das WePad sein. Bei der Präsentation des neuen deutschen Tablet-PC gestern in Berlin musste man aber zweimal hinsehen, um ihn nicht mit dem Hype-Produkt aus dem Hause Apple zu verwechseln. Die WePad-Gründer Helmut Hoffer von Ankershoffen und Tore Meyer winken beim Namen Apple erst einmal ab. Einen direkten Wettbewerb mit dem US-Giganten wird es nicht geben, heißt es. Trotzdem haben die Entwickler sich genau angeschaut, was Apple alles leistet – und lassen kaum eine Möglichkeit aus, die Konkurrenz verbal zu übertrumpfen.

Das WePad sei schneller, das Display größer, die Webcam ist, anders als beim iPad, gleich mit eingebaut. Es geht aber nicht nur um die Hardware, sondern auch um die Philosophie hinter dem Produkt: „Mit dem WePad wollen wir verhindern, dass den Verlagen dasselbe passiert wie der Musikindustrie, nämlich dass sie nur noch Lieferanten von Inhalten sind und Apple den Profit abschöpft“, sagt Ankershoffen. Der 36-Jährige ist Mitgründer der WePad GmbH, einem Joint Venture von Ankerhoffens eigener Firma Neofonie und Meyers Münchner Internet-Start-Up 4titoo.

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Panne beim Prototyp

Ganz fertig ist das WePad offensichtlich noch nicht. Während der Präsentation erschien plötzlich eine Windows-Fehlermeldung auf dem Display - dabei soll das Gerät mit Linux-Software laufen. Stattdessen lief ein Video der Software in Endlosschleife, gibt Neofonie heute zu. Blogger hatten die Täuschung bemerkt. Bis August hat das Unternehmen noch Zeit, die Mängel zu beheben. Dann soll das WePad für die breite Masse zu kaufen sein.

WePad-Chef Ankershoffen will die Wogen glätten: "Das war keine Panne, es war so geplant. Um einen großen Ansturm auf das Gerät zu verhindern, haben wir nur ein Video abgespielt." In den nächsten Wochen soll das Gerät tatsächlich getestet werden.

Der Launch ist von langer Hand vorbereitet: Seit elf Jahren schon arbeitet Neofonie mit deutschen Verlagen zusammen, sagt Ankershoffen. Auch wenn die WePad GmbH nach eigenen Aussagen nicht mit Apple in direkte Konkurrenz treten will, fährt das deutsche Unternehmen doch im Windschatten des amerikanischen Giganten. „Wir haben keine Marketingmillionen, also haben wir uns nach dem Markteintritt des iPad gerichtet“, sagt Ankershoffen.

Das Glanzstück unter den WePad-Inhalten soll das eMagazin des „Stern“ sein. In den vergangenen Jahren hat Neofonie für stern.de schon die Suchtechnologie geliefert, die Zusammenarbeit ist also nicht neu. „Wir unterstützen die Verbreitung offener Plattformen zu fairen Konditionen für Verlage“, sagt auch Bernd Buchholz, Vorstansvorsitzender bei Gruner + Jahr. Doch die Inhalte des Stern werden in gleicher Form auch für den iPad angeboten. Außerdem wird der Schweizer Verlag Ringier seine Zeitschriften „Cicero“ und „Blick“ für den deutschen Tablet PC aufbereiten.

Das Stern-eMagazine soll mit der Produktplattform "WeMagazine" funktionieren. Diese ist auch ein Produkt des Hauses Neofonie. Allerdings funktioniert WeMagazine auch auf dem iPad - es ist also unwahrscheinlich, dass der "Stern" sich auf das WePad beschränken wird.

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