Test: Mobile Beamer als Überall-Kino

Test: Mobile Beamer als Überall-Kino

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Ein Taschen-Projektor der Firma Apitek ist auf der CeBIT in Hannover zu sehen

Bald stecken Minibeamer in vielen Handys, Kameras und Laptops. Damit sind spontane Präsentationen jederzeit und an fast jedem Ort möglich. Noch hat die Technik allerdings Schwächen.

Eine Digitalkamera, die einen Beamer hat und trotzdem in jede Hosentasche passt? Ich war skeptisch und gespannt zugleich, als ich den schwarzen Karton von Nikons Coolpix S1000pj öffnete. Auf der Unterseite steht versteckt „Built-in Projector“. Mehr nicht. Offensives Marketing sieht anders aus.

Dabei ist die Kamera, die im September in Deutschland für 429 Euro auf den Markt kommt, die weltweit erste Kamera mit eingebautem Miniprojektor. Die Technik ist inzwischen auf Chipgröße geschrumpft und kann beliebig mit anderen Geräten kombiniert werden: Samsung zum Beispiel vertreibt mit dem I7410 bereits das erste Serienmobiltelefon mit integriertem Beamer.

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Ernüchternde Resultate

Die Experten des US-Marktforschers iSuppli schätzen, dass eingebaute Beamer bald zum neuen Trend-Extra werden. Rund 50.000 der Kombigeräte werden in diesem Jahr verkauft. 2013 sollen es bereits drei Millionen sein – vom Smartphone, über Digitalkameras bis zum Netbook. Manche Experten prognostizieren den Minibeamern gar einen Erfolg, wie den in Handys eingebauten Kameras. Künftig, so das Versprechen der Hersteller, sollen wir Filme auf dem Vordersitz im Flugzeug schauen, spontane Präsentationen auf dem Büroflur abhalten und im Freien Diaabende veranstalten können. Der Test aber zeigt: So weit sind wir noch nicht.

Die Beamerkamera ist so klein und leicht wie eine normale Digitalkamera. Ich fotografiere meine Turnschuhe, die Orchidee in der Küche, den Blick vom Balkon. Dann der große Moment: Ich schalte um, vom Kamera- in den Beamermodus. Das Resultat ist ernüchternd. An der Hauswand auf dem Balkon suche ich das Bild vergeblich. Erst auf der Tapete im Flur sind meine Fotos zu erahnen. Bei Tageslicht ist der winzige LED-Projektor der Kamera überfordert. Kein Wunder: Seine Leuchtkraft beträgt nur zehn Lumen. Herkömmliche Großprojektoren leuchten rund 200-mal so stark. Im Dunkeln sind die Fotos dagegen klar zu erkennen. Mit einem kleinen Schieber neben dem Auslöser lässt sich die Schärfe einstellen. Nur die Farben bleiben ziemlich blass.

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