Tipps: Gegen Gift

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Beim Backen von Plätzchen sollte die Ofentemperatur 200 Grad nicht überschreiten, da sonst die Acrylamid-Gefahr steigt

Wie man Acrylamid im Alltag aus dem Weg geht

Die wichtigste Regel im Kampf gegen Acrylamid lautet: vergolden statt verkohlen. Ob Bratkartoffeln oder Pommes – beide Beilagen enthalten umso weniger Giftstoffe, je kürzer sie in der Pfanne sind. Auch sollten Kartoffeln immer frisch sein. Bei langer Lagerung bildet sich in den Knollen mehr Zucker. Solch süßliche Kartoffeln schmecken nicht nur sonderbar, sie entwickeln in der Hitze umso mehr Giftstoffe. Und auf gar keinen Fall gehört das Gemüse in den Kühlschrank. In der Kälte wird die Stärke noch schneller in Zucker umgewandelt. Wer Pommes frites zu Hause aufbackt oder frittiert, sollte zudem nur Tiefkühlware aus dem Supermarkt verwenden. Das eigenhändige Schnitzen aus frischen Kartoffeln ist höchst ungesund: Wissenschaftler warnen: Werden Pommes frites hausgemacht, enthalten sie im Schnitt fünfmal so viel Acrylamid wie industriell hergestellte Pommes.

Vorsicht bei Aufbackwaren

Beim Backen von Plätzchen und Gebäck darf die Temperatur des Ofens 200 Grad niemals überschreiten, sonst nimmt die Acrylamid-Gefahr deutlich zu, bei Umluftherden sollte die Maximal-Temperatur bei 180 Grad liegen. Doch nicht nur über das heimische Backen machen sich Experten Sorgen. Sie warnen auch vor dem Acrylamid-Gehalt in Aufbackware, insbesondere im Toastbrot: Nur mit einer zart goldenen Kruste sind die Acrylamid-Werte im Toast akzeptabel. Sind die Scheiben kross und braun, nimmt das Gesundheitsrisiko überproportional zu.

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Besser auf Rauchen verzichten

Wer die Gefahr von Acrylamid ausschließen will, sollte einige Lebensmittel von seinem Speiseplan streichen: Chips, Cracker und Knabbergebäck sind in der Regel überdurchschnittlich mit dem Nervengift belastet. Ebenso sollte man eher auf Pellkartoffeln statt Pommes setzen, auf Brot statt Brötchen und Pasta statt Pizza. Genaue Informationen über den Acrylamid-Gehalt verschiedener Lebensmittel liefert der Acrylamid-Rechner des Bundesinstituts für Risikobewertung, der im Internet unter www.bfr.bund.de/cd/8616 erreichbar ist.

Alle diese Maßnahmen sind jedoch vergebens, wenn in der Küche regelmäßig geraucht wird: Denn im Zigarettendunst lauert weitaus mehr Acrylamid als in so manch verkohltem Essen.

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