Todesfall in San Francisco: Pokemon-Spieler in Park erschossen

Todesfall in San Francisco: Pokemon-Spieler in Park erschossen

, aktualisiert 09. August 2016, 08:05 Uhr
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In den USA häufen sich Berichte über Spieler, die Opfer von Straftaten wurden.

von Dana HeideQuelle:Handelsblatt Online

Seit dem Start des Smartphone-Spiels Pokemon Go in den USA häufen sich Berichte über Spieler, die Opfer von Diebstählen oder Überfällen wurden. In San Francisco hat es jetzt ein Todesopfer gegeben.

San FranciscoEs ist der erste Todesfall, der in Verbindung mit dem auch in Deutschland sehr beliebten Smartphone-Spiel Pokemon Go gebracht wird. In der Nacht zum Sonntag wurde in einem Park im kalifornischen San Francisco der 20-jährige Calvin R. tot aufgefunden.

Der San Francisco Chronicle und andere Medien in der Bay Area zitieren einen Sprecher der Familie des Toten, John Kirby. Demnach habe ein Freund, der zum Tatzeitpunkt gegen 22 Uhr mit dem Opfer unterwegs war, berichtet, dass R. etwas vorgelaufen sei. Dann hätten sie einen Schuss gehört, so Kirby weiter.

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R. sei von einer Kugel in den Rücken getroffen worden und erlag später seinen Verletzungen. Sein persönliches Eigentum, Brieftasche oder Mobiltelefon seien nicht entwendet worden, so der Sprecher weiter. Auch habe kein Kampf stattgefunden. Über das Tatmotiv sei noch nichts bekannt.

Der Vorfall wirft erneut ein negatives Licht auf das Spiel, das von dem in San Francisco ansässigen Unternehmen Niantic entwickelt wurde und in der kalifornischen Metropole äußerst beliebt ist. Die Spieler suchen dabei mit ihrem Handy überall in der Stadt verteilte Pokemons, um sie zu fangen.

Die App ortet den Spieler per GPS und zeigt ihm auf einer Landkarte an, wo sich in seiner Umgebung Pokemons befinden. Um die Figuren einzusammeln, schaut der Spieler also meist sehr konzentriert auf sein Handy und nimmt seine Umgebung nur durch seinen beschränkten Blick über den Bildschirm wahr.


Angelockt und ausgeraubt

Seit dem Start im Juli gab es bereits zahlreiche Unfälle und Diebstähle in den USA, die in Verbindung mit dem Spiel gebracht wurden. Oft sind die Spieler so konzentriert auf das Spiel, dass sie nicht mehr auf ihre Umgebung achten und werden so leichte Opfer für Taschendiebe.

Immer wieder kommt es zudem laut Medienberichten vor, dass sich die Spieler in einer unsicheren Gegend wiederfinden oder zu absichtlich gesetzten sogenannten Pokestops gelockt und dann ausgeraubt werden. Die Polizei in San Francisco hatte bereits im Juli Warnhinweise an Pokemon-Spieler auf ihrer Facebook-Seite und über den Kurznachrichtendienst Twitter veröffentlicht.

Der Erfinder der Spiels, die Firma Niantic, reagierte auf eine Anfrage des Handelsblatts bezüglich des Vorfalls nicht.

Quelle:  Handelsblatt Online
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