Topraks Technik Talk: Coolness und Wahnsinn

kolumneTopraks Technik Talk: Coolness und Wahnsinn

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Die Göttin: Citroen DS

Kolumne

Was bedeutet eigentlich "cool"? Und warum gelten die Besitzer älterer Geräte als skurrile Eigenbrötler. Dazu hat die wiwo.de-Redaktion eine aufwändige Studie in Auftrag gegeben. Die aufsehenerregenden Ergebnisse lesen Sie exklusiv hier.

Erstmals gibt es eine wissenschaftliche Untersuchung zum Thema Coolness. Diese liefert Erkenntnisse über den Coolness-Faktor eines Technik-Produkts, und stellt diese in einen gesellschaftlichen Zusammenhang. Es wird dargestellt wie sich der Coolness-Faktor (CF) während der Lebensdauer eines Produkts wandelt. Mitberücksichtigt werden Faktoren wie Preis des Produkts, sein Nutzen und die Verbreitung auf dem Markt. Schnell ergibt sich eine Korrelation zur psychischen Verfassung des Nutzers, die zu einer verblüffenden Schussfolgerung führt: Coolness und Wahnsinn sind miteinander verbunden.

Zunächst: Was ist Coolness? Cool wollen wir im Folgenden ein technisches Produkt nennen, das hochgradig nützliche Funktionen aufweist, dies aber scheinbar mühelos und lässig erzielt. Das wird signalisiert durch eine eigenwillige und oft sehr schlichte Gestaltung. Die Faszination des Geräts strahlt auf den Besitzer zurück.

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Entlang des Lebenszyklus eines Produkts lassen sich sechs Phasen unterscheiden.

Phase 1: Extrem cool - leicht wahnsinnig

Die erste Phase beginnt mit der Einführung des Produkts und ist sehr kurz. Bei Automobilen dauert sie etwa ein Jahr, bei Digitalgeräten wie etwa Mobiltelefonen meist nur wenige Wochen. In dieser Zeit stellt das Produkt noch eine Innovation mit Alleinstellungsposition dar. Dementsprechend ist der Preis exorbitant hoch. Der Nutzen für seinen Besitzer ist noch limitiert, da die erste Produktgeneration in der Regel "Kinderkrankheiten" aufweist.

Fast niemand hat so ein Gerät. Wer beispielsweise mit einem neuartigen Touchscreen-Handy auf einer Party auftaucht, erregt positives Aufsehen. Gleichzeitig melden sich aber auch leise Zweifel an der Verstandeskraft des Besitzers. Denn er hat viel Geld für ein noch nicht erprobtes neuartiges Gerät ausgegeben, eine riskante und wenig vernünftige Handlung. Diese so genannten "early adopter" gelten als technikverliebt und wenig sozial. Coolness korreliert hier mit einem Anflug von Wahnsinn. Typischer Satz: "Ist doch verrückt, sich ein Handy für 500 Euro zu kaufen".

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