Kommentare zu: Grüner Wahnsinn mit erneuerbaren Energien

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13 Kommentare
  • 16.04.2008, 11:02 UhrAnonymer Benutzer: Stoltenberg Energie GmbH

    Die hier dargestellten Zusammenhänge insbesondere der Marktmechanismen im biokraftstoffsektor und den damit verbundenen Folgen für die Lebensmittelpreise weltweit sind vollkommen richtig. Es muss jedoch angemerkt werden, dass diese schon seit langem bekannt sind. Dass trotzdem mit erheblichen Subventionen biogasanlagen, Pflanzenöl-bHKW und Ethanol-Rafffinerien wie Pilze aus dem boden schossen, ist allein der blauäugigkeit von investoren und Kommunalpolitikern zu verdanken, die Lemmingen gleich weniger Meinungsmacher folgen und sich "vom großen Geld" blenden ließen und sich nicht nur über die ethischen Folgen hinwegsetzten; nein, sondern auch über Grundsätze der betriebswirtschaft: Wenn die Rentabilität einer Produktion vom inputpreis eines Rohstoffs abhängig ist, dann sollten auch Worst-Case Szenarien mit der gleichen Eintrittswahrscheinlichkeit berücksichtigung finden. Leider wurde der Worst-Case zu oft ausgeblendet.

    Der Artikel stellt, wenn auch nur in einem kurzem Nebensatz, auch die Geothermie in diese Ecke. Dies ist falsch. Die Geothermie ist die einzige Energie, die nicht von der Sonne abhängig ist und Tag wie Nacht zu jeder Jahreszeit genutzt werden könnte. Das dies in Deutschland bislang nicht getan wird, ist auch der guten Arbeit der biolobbyisten zu verdanken, die suggerierten, dass sich die Energiewende schon mit biogas und -ethanol hinkriegen liesse. Dass die Zukunft der dezentralen Energieversorgung aus allen Energiequellen - auch aus Gas und Öl - besteht, wird gerne ignoriert. Das spiegelt sich auch in den unterschiedlichen Vergütungssätzen wieder der bundesregierung wieder.

    Um nicht wieder Milliarden zu verschwenden, Unruhen wegen explodierender Getreidepreise zu erzeugen oder brandrodungen in indonesien in Kauf zu nehmen, sollte auch die Politik der bundesregierung beherzt, aber sinnvoll, Vergütungsstrukturen entwickeln, die der Energie- und Klimapolitik dienen und nicht nur einzelnen investoren und Unternehmen.

  • 16.04.2008, 13:06 UhrAnonymer Benutzer: wige

    Auf jeden Fall sollten unsere AKWs bis zu ihrem natürlichen, technisch bedingten Ende weiterlaufen. in der Zwischenzeit sollten wir kleine gasbetriebene hauseigene bHKW entwickeln, die die Abwärme im Haus zur Heizung mitnutzen. Dadurch erhöht sich der Wirkunggrad gegenüber der Nutzung in Grosskraftwerken erheblich, vielleicht bis 85% während in Kraftwerken höchstens 40% erreicht werden, wenn man von der GuD-Technik einmal absieht.
    Desweiteren sollte man die Erdwärmenutzung mittels Wärmepumpe forcieren.

  • 16.04.2008, 14:15 UhrAnonymer Benutzer: rolf huchthausen

    immerhin haben wir in D einen langsam ansteigenden Verlauf der Produktion von Strom, Wärme, Kälte aus Erneuerbaren. Nicht vorzustellen, wenn wir erst damit anfangen müssten.
    Das Energieimporte immer teurer werden, ist kein Phänomen sondern nach streng marktwirtschaftlichen Kriterien zu begreifen. Die steuerliche Abschöpfung ist beiwerk zum Kasse machen aber auch zum Lenken zukünftiger Energieerzeugung in Struktur, Form und Mengen.
    Das Energieversorgungsdreieck wird selbstverständlich aus allen drei Ecken (Umweltschutz, Versorgungssicherheit und Wirtschaftlichkeit) unter beschuß genommen.
    Noch einmal: gut, dass es in Deutschland schon ausgereifte Systeme im Einsatz gibt zum Aufbrechen von Strukturen (zentral dezentral), Formen (Kohle, Öl, Gas->Solar, Wind, biomasse) und Mengen (sichtbare Verschiebung von Anteilen einzelner Erzeugungsarten an der Gesamtproduktion von Energie).
    Denn Abhängigkeiten bestehen nicht nur zu Rohstoffexporteuren sondern auch zu deutschen Versorgern. Ein Zementieren von alten Strukturen durch die fortgesetzte Zentrealisierung von Energieerzeugung und Übertragung würde das Problem der zukünftigen Energieversorgung um Jahrzehnte zurückwerfen und Veränderungen dann ab Zeitpunkt X noch teurer machen.
    Der Artikel ist tendenziös, widersprüchlich und unausgegoren. Ein beispiel: Choren, bioLiq, buebio Tech verschieben das Problem nur weg von Sonne, Wind und biomasse in bekannten Systemen zu den Problemen, die diese Technologien erzeugen. Es sollte nicht heißen, weg mit dem alten Zeug und toll, das es endlich Choren, bioLiq, bluebio, etc. gibt, sondern "Willkommen im Club der Alternativen". Übrigens, Choren ist mit staatlichen Subventionen aus Sachsen, bund und EU vollgepumpt.

  • 16.04.2008, 14:49 UhrAnonymer Benutzer: Jan

    Das bioethanol-Thema steht prototypisch für einen blinden Aktionismus ökologischer Gutmenschen in Verbänden, Parteien und
    NGOs, die zwar nicht über die fachlichen Voraussetzungen für die Entwicklung ganzheitlicher und ausgewogener Konzepte verfügen, sich aber gleichwohl im hektischen Wettbewerb um immer neue
    Lösungen zur öffentlichkeitswirksamen Weltenrettung mit unausgegorenen ideen und Konzepten profilieren wollen. Es ist ein
    Armutszeugnis für die schwarz-rote bundesregierung und insbesondere für den Propaganda-Minister Gabriel, wie hier immer
    schneller (tote) Kaninchen aus Zauberhüten gezogen werden.

  • 16.04.2008, 15:08 UhrAnonymer Benutzer: laurinxx

    Der Artikel ist insgesamt richtig und zu bejahen.
    Die Überschrift in der der begriff "erneuerbare Energien"
    vorkommt ist falsch. Es gibt keine "erneuerbaren" Energien,
    auch wenn dieser Terminus gebetsmühlenartig immer wieder
    verwendet wird. Aber es gilt immer noch: Energie kann nicht neu entstehen oder vernichtet werden sondern nur umgewandelt.
    Jedem Techniker oder Physiker stellen sich bei solcher Wortwahl(erneuerbare Energien) die Haare auf.
    1. Hauptsatz der Thermodynamik: Energie kann weder erzeugt noch vernichtet, sondern nur in andere Energiearten umgewandelt werden. Der Terminus "erneuerbare Energien" beinhaltet einen
    unübersehbaren Hinweis auf den Wissens- und Kenntnisstand
    der Verursacher. Technisch-physikalische Sachkenntnis:
    Null komma Null ad infinitum.
    Und unsere bundeskanzlerin will Physikerin sein.... Dr. rer. nat.......

  • 16.04.2008, 16:38 UhrAnonymer Benutzer: Gerhard Gaude

    einseitige, vom Oligopol geprägte Schilderung.

  • 17.04.2008, 19:21 UhrAnonymer Benutzer: Satyrikum

    Leider können die Grünen die Wahrheit nicht vertragen !
    Nach 30 Jahren Träumerei sollte man erwachsen werden und sich den Realitäten stellen. Das gleiche hatten wir mit der Kernenergie,
    Ökostrom und Windkrafträdern! All das hat dazu geführt, dass Deutschland für diese Träumereien den höchsten brutto-Strompreis
    in Europa zu zahlen hat. irgendwann stinken auch die neusten Turnschuhe !

  • 17.04.2008, 20:13 UhrAnonymer Benutzer: Bruce Leighty

    The big reason biofuels are here to stay is that in agriculture they reduce the risk of overproduction. This is no less than revolutionary. in the past overproduction which drives farm revenue below cost could ruin a farm family. it made farmers withhold planting.
    With biofuels as a new, non-correlated market for several important crops, farmers can produce as much as they wish without risk because surpluses of food crops can be sold to biofuel producers. banks are encouraged to lend to farmers to invest in new equipment, knowing that the risk of default is much lower than in the past.
    This lower risk leads to more production either in the food market or the energy market, and this results in prices being lower than what they otherwise would have been in both areas because the supply is greater. in Europe there is farm land that is either not being used because of depopulation or farm land that is not being used well because the incentive to invest had not been there. Now with the coming of the biofuels market, this will change. Farms become stronger; depressed rural areas become stronger. This is good.

  • 18.04.2008, 18:42 UhrAnonymer Benutzer: Prof. Buchal

    Ein sehr vernünftiger beitrag
    Ch buchal - Uni Köln und
    Forschungszentrum Jülich

  • 22.04.2008, 23:49 UhrAnonymer Benutzer: Volker Nick

    Ganz abgesehen davon, was an diesem Artikel stimmt und was einfach Meinungsmache ist, möchte ich ihre Aufmerksamkeit auf folgendes lenken: Die erneuerbaren Energien sind der einzige Wirtschaftsbereich, bei dem sich die veröffentlichte Meinung darüber beschwert, dass Unternehmer Geld verdienen. ist das nicht eigenartig?
    Wenn eine Firma mit Autos oder Wellness oder internet oder Cola oder auch Großkraftwerken reich wird, dann nennt man die Firma "erfolgreich". Wenn jemand mit erneuerbaren Energien sein investiertes Geld innerhalb von 10 Jahren wieder raus kriegt, dann bereichert er sich angeblich auf Kosten der Allgemeinheit. Wer könnte wohl hinter dieser Doppelmoral stecken?

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