Dienstwagen-Check: Nur fünf Unternehmen fahren beim Klimaschutz voran

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Dienstwagen-Check: Nur fünf Unternehmen fahren beim Klimaschutz voran

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Ein Auspuff bläst Abgase in die Luft. Das Thema CO2-Einsparung ist wenig beliebt in deutschen Firmenzentralen, wenn es um die Dienstwagenflotte geht.

Nachhaltigkeit und Umweltschutz, das schreiben sich Unternehmen gern auf ihre Fahnen. Doch spätestens beim Dienstwagen hört der Spaß auf, wie eine aktuelle Analyse der Deutschen Umwelthilfe zeigt. Nur wenige Unternehmen fahren mit gutem Beispiel voran.

Ein dicker Schlitten auf Firmenkosten darf es gern sein - zu Lasten des Umweltschutz. Eine Umfrage der Deutschen Umwelthilfe (DUH) zeigt, dass sich in den großen deutschen Unternehmen die Klimaverträglichkeit der Firmenwagenflotten nur schleppend langsam ändert. Und das, obwohl das Thema Umweltbewusstsein bei den Deutschen durchaus Gewicht hat und als eine der wichtigsten Aufgaben der Gegenwart gesehen wird. Wohl auch ein Grund, warum viele der 166 befragten Firmen pauschal die Auskunft verweigerten.

Die Analyse zeigt, dass nur eine Handvoll Firmen mit gutem Beispiel voran geht. So bekamen die Flotten von Kaiser's Tengelmann, Phoenix Solar, Tchibo, Pfeiffer Vacuum und SMA Solar Technology von der Deutschen Umwelthilfe die "Grüne Karte" für ernsthaftes Klimabewusstsein. Sie lassen andere Unternehmen weit hinter sich.

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Ganze 141 Mal verteilte die DUH die "Rote Karte", entweder weil die Dienstwagen einen besonders hohen CO2-Ausstoß hatten - oder für mangelhafte Transparenz, denn drei von vier Unternehmen machten in der Befragung keine oder unvollständige Angaben. Die mangelnde Auskunftsfreudigkeit wertete die Umwelthilfe als enttäuschend. "Die meisten großen Unternehmen verpflichten sich in ihren Hochglanz-Nachhaltigkeitsberichten lautstark zu ökologischer Transparenz gegenüber der Öffentlichkeit. Bei konkreten Nachfragen ändert sich das oft abrupt", so Hannah von Blumröder, Projektmanagerin im Bereich Verkehr und Luftreinhaltung bei der DUH.

Als erfreulich bewerten die Umweltschützer das wachsende Mittelfeld von zwanzig Firmen, die eine "Gelbe Karte" erreicht haben für "deutlich erkennbares, aber noch nicht ausreichendes Engagement". Auch haben sich die durchschnittlichen Flottenwerte der auskunftsbereiten Unternehmen insgesamt sichtlich verbessert: Der durchschnittliche Emissionswert sank auf 142 Gramm CO2/Kilometer, im Vorjahr lag der Wert bei 147 Gramm. Im Kontrast dazu stehen die Dienstwagen in den Chefetagen: Die Werte bei den Limousinen der Vorstandsvorsitzenden stagnierten; hier sind es durchschnittlich sogar 186 Gramm CO2/Kilometer. "Viele Vorstände mögen auf spritschluckende Statussymbole noch nicht verzichten", sagt DUH-Bundesgeschäftsführer Jürgen Resch zu den Ergebnissen.

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Das EU-Ziel eines Kohlendioxidausstoßes von 130 Gramm CO2 pro Kilometer für das Jahr 2012 schafften immerhin zwölf der Dienstwagenflotten; manche lagen sogar deutlich darunter. Zum Vergleich: Im Vorjahr erreichten nur acht der befragten Unternehmen die EU-Ziele.

Die DUH befragte die Unternehmen nach dem Fahrzeug des Vorstandsvorsitzenden und dessen CO2-Ausstoß pro gefahrenem Kilometer. Auch der durchschnittliche CO2-Ausstoß der Dienstwagen des gesamten Vorstands sowie der durchschnittliche CO2-Ausstoß der gesamten Dienstwagenflotte flossen in die Bewertung mit ein. Einen Überblick über die Ergebnis-Tabellen gibt es >> hier.

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