Stickoxid-Werte bleiben in fast 70 Städten zu hoch

Dieselgipfel-Fazit: Stickoxid-Werte bleiben in fast 70 Städten zu hoch

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ARCHIV - Autos fahren am 09.02.2015 am Neckartor in Stuttgart (Baden-Württemberg) an einer Feinstaub-Messstation der Landesanstalt für Umwelt, Messungen und Naturschutz vorbei. Foto: Daniel Naupold/dpa (zu lsw Meldung: «Feinstaubwerte" vom 11.12.2015) +++(c) dpa - Bildfunk+++

Die Luft in fast 70 deutschen Städten bleibt nach Einschätzung des Bundesumweltministeriums wohl auch nach Umsetzung der beim Dieselgipfel beschlossenen Schritte schmutziger als erlaubt.

Nach Einschätzung des Bundesumweltministeriums werden auch nach Umsetzung der Dieselgipfel-Pläne in fast 70 deutschen Städten die Luft schmutziger sein als die Grenzwerte erlauben. Software-Updates für eine bessere Abgasreinigung und Umtauschprämien für ältere Diesel senken nach Berechnungen des Umweltbundesamts (UBA) die Belastung mit gesundheitsschädlichem Stickoxid um bis zu sechs Prozent. Das reiche aber nur in etwa 20 betroffenen Städten, um die Stickoxid-Werte unter die Marke von 40 Mikrogramm pro Kubikmeter im Jahresmittel zu drücken, teilte das Ministerium am Mittwoch mit. Damit drohen weiterhin Diesel-Fahrverbote.

Bei seinen Berechnungen ging das UBA laut Mitteilung davon aus, dass zwischen 3,5 und 5 Millionen Besitzer neuerer Diesel der Abgasnormen Euro 5 und 6 das freiwillige Update an der Motorsoftware vornehmen lassen. Die Experten rechneten mit einer Minderung des Stickoxid-Ausstoßes zwischen 15 und 25 Prozent durch die Updates.

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Die Wirkung der Umtauschprämien für Besitzer älterer Diesel, die sich neue Modelle zulegen, schätzen die Experten auf null bis zwei Prozent. „Deutlich höher wäre die Wirkung, wenn die Prämie nur für den Kauf sehr sauberer Fahrzeuge eingesetzt würde“, hieß es in der Mitteilung. Prämien gibt es derzeit auch für neue Euro-6-Diesel, die im Alltagsgebrauch deutlich schmutziger sind als im Labor.

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