Effizienzlabel: Energieampel ist für Verbraucher kaum zu verstehen

Effizienzlabel: Energieampel ist für Verbraucher kaum zu verstehen

von Meike Lorenzen

Waschmaschinen, Geschirrspüler, Fernseher – wer sich ein neues Elektrogerät kauft, schaut verschärft auf den Energieverbrauch. Helfen soll dabei die Energieeffizienzampel. Doch das Label hat sich längst überholt. Was Sie wissen müssen, um Strom zu sparen.

Wäschetrockner und Waschmaschinen sind echte Stromfresser. Wer heutzutage ein Geräte kaufen möchte, sollte darauf achten, dass der Verbrauch sich in Grenzen hält, raten Verbraucherschützer. Immerhin ist der Strompreis in den vergangenen Jahren beachtlich gestiegen. 28 Cent kostete im vergangenen Jahr eine Kilowattstunde im Schnitt. Eine vollbeladene Siemens-Maschine (WM 14 A 163) verbraucht 0,90 Kilowattstunden pro 60-Grad-Waschgang. Wer also drei Mal in der Woche wäscht, kommt bei diesem Gerät auf einen Jahresverbrauch von knapp über 140 Kilowattstunden. Kostenpunkt: 40 Euro im Jahr nur für den Strom der Waschmaschine.

Bei derartigen Preisen lohnt es sich, beim Kauf genau darauf zu achten, wie viel Energie das gewünschte Gerät verbraucht. Die so genannten Energieeffizienzlabel sollen dem Verbraucher hier helfen. „Die Label sind eine echte Bereicherung für den Verbraucher“, sagt Annegret-Claudine Agricola von der Deutschen Energieagentur (Dena). „Schließlich schaffen sie klare Transparenz, wie viel Energie relevante Produkte wirklich verbrauchen.“ Außerdem sei das Label auch für die Hersteller von Vorteil. „Es wird sehr stark im Marketing eingesetzt. Dadurch entsteht ein hoher Anreiz die Geräte auch auf hohe Energieeffizienz zu designen“, sagt Agricola.

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Wer schon einmal durch die langen Gänge eines Elektrofachhandels gegangen ist, kennt die Balkendiagramme in rot, gelb und grün , die anzeigen, ob die Effizienz eines Gerätes die Note A, B, C oder D verdient hat. Und tatsächlich finden sich kaum noch Geräte mit dem Label B, C oder D in den Geschäften. Stattdessen leuchtet einem fast immer die positive Bewertung „A“ entgegen. So auch bei der oben genannten Siemens-Maschine. Doch obwohl das „A“ positiv klingt, ist es nur die viertbeste Kategorie. Denn die Bewertungstabelle geht von A+++ bis D.

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Bei dieser Spanne gibt es eigentlich keine B- und D-Bewertungen mehr am Markt. „Sogar unsere 15-Kilogramm fassende Waschmaschine, die für Privat-Haushalte keine große Rolle spielt, verfügt bei uns über die Energieeffizienzklasse A++“, sagt LG-Managerin Sylke Wendt. „Es gibt bei LG keine Geräte mehr, die schlechter als A bewertet werden.“ Und tatsächlich: Die Waschmaschinen der Koreaner verfügen alle über ein A+++, Kühlgeräte haben in der Regel mindestens die Note A++, abgesehen von den großen amerikanischen Modelle, die mit A+ bewertet werden.

Also alles A und besser. „Für Verbraucher, die gelernt haben, dass A das beste Label ist, wird es langsam schwierig“, sagt Elke Dünnhoff von der Verbraucherzentrale Rheinland-Pfalz. Sie leitet seit April 2012 das Projekt „Irreführende Werbung im Bereich der Energieverbrauchskennzeichnung“. „Das Label ist mittlerweile oft keine selbsterklärende Hilfe mehr“, so Dünnhoff.

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