
Kein Wunder, dass sich deutsche Unternehmen wegen immer neuer Kosten um ihre Wettbewerbsfähigkeit sorgen. Allein die Umlagen aus dem EEG belasten die Strompreise 2010 laut dem Verband der Energie- und Wasserwirtschaft mit 8,2 Milliarden Euro.
So gleicht die Totalrenovierung des Strommarkts derzeit einer chaotisch unorganisierten Großbaustelle, auf der kein Stück so recht zum anderen passen will. Die Folge der Richtungslosigkeit ist ein bedrohlicher Investitionsstau: Rund eine Billion Dollar müssen in der EU bis 2020 in Kraftwerke und Stromnetze investiert werden. Das hat die Internationale Energie Agentur (IEA) ausgerechnet. In Deutschland ist jedoch von dem nötigen Aufbruch nichts zu spüren – im Gegenteil: Die Energiekonzerne tun derzeit nur das Nötigste. So sanken die Inlandsaufträge für neue Kraftwerke 2009 gegenüber 2008 um fast die Hälfte von annähernd vier auf zwei Milliarden Euro.
Grotesker Kompetenzstreit
Während die Wirtschaft auf klare Vorgaben wartet, verhakeln sich die zuständigen Minister seit Monaten in einem grotesken Kompetenzstreit. Erst im Herbst will die Bundesregierung ein abgestimmtes Energiekonzept vorlegen und für klare Verhältnisse sorgen. Dazu gehört auch die Frage, wie viel die Energieversorger von jenen unverhofften Mehreinnahmen abgeben müssen, die ihnen eine Verlängerung der Kernkraftwerkslaufzeiten einbringen würde.
Vor Monaten noch galt als ausgemacht, die gigantische Summe – bis zu 40 Milliarden Euro – für die Erforschung erneuerbarer Energien zu nutzen. Angesichts der immer größer werdenden Sparnot allerdings hätte inzwischen nicht nur der Finanzminister das Geld gern direkt in der Staatskasse. Mit einer Kernbrennstoff-Steuer, wie sie auch im Umweltministerium geprüft wird, ließe sich das am einfachsten regeln.












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Alle Kommentare lesen12.06.2010, 11:58 UhrAnonymer Benutzer: Hägar Schmidt
@Skipper: Die Grünen haben ein "Sondereinsatzteam", das die Aufgabe hat, in Online-Diskussionsgruppen etc. die grüne Propaganda zu verbreiten.
11.06.2010, 20:49 UhrAnonymer Benutzer: Skipper
@nicolo: Nette idee, den Vergleich über die letzte Dekade zu ziehen. Da schneidet die EEV natürlich gut ab. bist wohl Politiker, evtl. Grün? Nenne doch fairerweise auch die Kosten über die letzten 3 Jahre. Da explodieren die Kosten aus dem EEG, speziell für Photovoltaik. Und das alles bei minimaler Stromerzeugung.
11.06.2010, 19:35 UhrAnonymer Benutzer: Hägar Schmidt
Die Hellseher sind unter uns!