Energie-Spielzeug: Spielsachen mit Solarantrieb

Energie-Spielzeug: Spielsachen mit Solarantrieb

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Die Wirklichkeit so realistisch wie möglich zeigen - der neue Playmobilbauernhof hat Solarkollektoren auf dem Dach

von Mario Brück

Solarzelle, Windmühle, Kartoffelbatterie: Die Spielzeughersteller bringen erneuerbare Energien auf den Gabentisch.

Etwas mehr als die üblichen sieben Minuten braucht ein hart gekochtes Ei in diesem sonnenbetriebenen Kochtopf dann doch. Aber beim Spielen vergeht die Zeit bekanntlich schnell. Der Solarkocher aus der "Green Science"-Serie des Spielwarenhändlers HCM Kinzel aus Zaberfeld bei Heilbronn ist ruck, zuck aufgebaut: Ein von innen mit Folie beschichteter, quadratischer Karton, in dessen Mitte das rohe Ei platziert wird. Dann nach draußen stellen und warten. Je nach Wetterlage kann das schon mal vier Stunden und länger dauern. Aber dann kann Kind behaupten, nur mit ein paar Sonnenstrahlen und etwas Geduld ein Ei gekocht zu haben.

Spielwarenhersteller haben die Energiewende und den Hype um erneuerbare Energien aufgegriffen und bescheren den Kindern zum Weihnachtsgeschäft grünes Spielzeug en masse. "Man kann von einem Trend sprechen", sagt Ulrich Brobeil vom Deutschen Verband der Spielwarenindustrie. Eine Forsa-Umfrage vom Sommer 2010 hatte ergeben, dass rund die Hälfte der befragten Jugendlichen die stärkere Nutzung erneuerbarer Energien "für besonders wichtig" hält. Etwa jeder vierte Befragte wünscht sich, das Thema Umwelt in Schulen und Kindergärten auszubauen und das Umweltbewusstsein stärker zu fördern. Ein Wunsch, dem die Spielzeugbranche nachkommt, so Brobeil: "Kunden fordern zunehmend eine ökologische Orientierung." Das gilt für den Einsatz natürlicher Materialien, aber inzwischen auch thematisch.

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Aktuelles Beispiel: Playmobils Spielewelt "Future Planet" für 73 Euro. Der Hersteller der bekannten Plastikfigürchen, Geobra Brandstätter aus Zirndorf bei Nürnberg, wurde für den spielerischen Umgang mit den Themen Energiegewinnung und Umweltschutz auf der Spielwarenmesse in Nürnberg ausgezeichnet. "Future Planet" spielt im Jahr 2113. E-Rangers, also Astronauten, landen auf einem unbekannten Planeten. Um dort zu überleben, müssen sie Energiesteine sammeln. Mit deren Hilfe können sie Fahr- und Flugzeuge in Bewegung setzen und eine K.-o.-Leuchtkanone zur Verteidigung gegen den Bösewicht Black Boss aktivieren. Eine Solarzelle auf dem Dach der Basisstation sorgt über eine Turbine für frischen Sauerstoff. Jeder Schritt dreht sich hier um Energiegewinnung, Ressourcenschonung und Umweltschutz.

Auch Playmobils "Neuer Bauernhof mit Silo" für 70 Euro lässt sich mit nachhaltiger Energie bewirtschaften, nämlich mit Solarzellen auf Dächern von Ställen und Silos. "Wir versuchen moderne Spielthemen so realitätsnah wie möglich darzustellen. Deshalb finden sich auf dem Dach des Bauernhofs Solarzellen, weil dies häufig zu sehen ist", sagt Bernhard Hane, Entwicklungsleiter bei Playmobil.

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