Feinstaub: Stuttgart bleibt schmutzigste Adresse in Deutschland

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Feinstaub: Stuttgart bleibt schmutzigste Adresse in Deutschland

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Die Luftaufnahme aus dem Jahr 2011 zeigt den Fernsehturm in Stuttgart.

von Nora Jakob und dpa

Einen unrühmlichen Spitzenplatz erreicht Stuttgart bei der Feinstaubbelastung. Die von der EU gestatteten 35 Grenzwertüberschreitungen im Jahr wurden bereits erreicht. Berlin belegt Platz zwei.

Öfen, Motoren, Landwirtschaft, Industrie - Feinstaub wird in erster Linie durch den Menschen erzeugt. In Ballungsgebieten ist die Quelle der winzigen, in der Luft schwebenden und gesundheitsschädlichen Teilchen vor allem der Straßenverkehr: Am verkehrsreichen Neckartor wurde der erlaubte Tagesmittelwert von 50 Mikrogramm Feinstaub pro Kubikmeter Luft bis Mitte März bereits an 36 Tagen überschritten, teilte die Landesanstalt für Umwelt am Dienstag in Karlsruhe mit. Die EU gestattet 35 Grenzwertüberschreitungen im Jahr. Das Umweltbundesamt (UBA) hatte zuvor nach einem „Welt“-Bericht vor hoher Feinstaub-Belastung in Städten gewarnt. Witterungsbedingt sei in diesem Jahr besonders der Osten Deutschlands betroffen. Hinter Stuttgart rangiert Berlin mit 33 Überschreitungen bis Mitte April. Bereits im vergangenen Jahr hat die baden-württembergische Landeshauptstadt die 50-Mikrogramm-Marke an 82 Tagen überschritten, im Jahr davor waren es noch 78 Tage. Der Grenzwert wurde 2013 insgesamt an 13 Messstellen an mehr als 35 Tagen überschritten, das sind drei Prozent aller Messstellen in Deutschland.

Zu den Feinstaubpartikeln, die Motoren produzieren, kommen der Abrieb von Bremsen und Reifen sowie der von der Straßenoberfläche aufgewirbelte Staub. Es gibt aber auch natürliche Quellen: Dazu gehören Emissionen aus Vulkanen und Meeren, Waldbrände und die Bodenerosion. Wissenschaftlichen Untersuchungen zufolge treten bei einer hohen Konzentration von Feinstaub verstärkt Herzkreislauf- und Atemwegserkrankungen auf - wie zum Beispiel Lungenkrebs. Denn kleinste Teilchen können beim Einatmen bis in die Lungenbläschen und den Blutkreislauf gelangen und sich so im ganzen Körper verteilen.

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Zum Schutz der Gesundheit gilt in Deutschland seit 2005 die Feinstaub-Richtlinie der Europäischen Union. Die Weltgesundheitsorganisation rät jedoch, die gültigen Grenzwerte zu verschärfen. Nach Angaben des Umweltbundesamtes gehen allein in Deutschland im Durchschnitt rund 47.000 Todesfälle jährlich auf die Belastung mit Feinstaub zurück.

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