Fotovoltaik: Solarfabriken unterm Hammer

Fotovoltaik: Solarfabriken unterm Hammer

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Solaranlagen zum Spottpreis - Dank Insolvenzen und Werkschließungen wächst momentan ein weltweiter Markt für gebrauchte Solarproduktionsanlagen heran

von Dieter Dürand

Befeuert von Insolvenzen und Überkapazitäten entwickelt sich ein Gebrauchtmarkt für Solarproduktionsanlagen. Fast neuwertige Maschinen sind zum Schnäppchenpreis zu haben – die Chance für mutige Unternehmen.

Der Kontrast könnte kaum größer sein: Während der einst weltgrößte Solarzellenhersteller Q-Cells in Thalheim bei Bitterfeld Teile seiner Produktionslinien stilllegt und online zum Verkauf anbietet,  um an dringend benötigte liquide Mittel zu kommen, kündigt gleich nebenan der Chef des Solarmodulproduzenten Sovello, Reiner Beutel, den Ausbau der Produktion an. Von 180 Megawatt (MW) soll die Kapazität bis Ende nächsten Jahres auf 250 MW steigen. 35 Millionen Euro investiert das Unternehmen. Beutel will sich mit dem Ausbau nach eigenem Bekunden nicht nur vom Negativtrend der Branche absetzen. Sein Ziel ist vor allem, die Kostenführerschaft bei kristallinen Solarzellen, Wafern und Modulen zu erreichen.

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Zum Spottpreis verramscht

Dafür nutzt er die Chance, dass neuwertige Solaranlagen seit neuestem zum Schnäppchenpreis zu kaufen sind. Denn weltweit stehen immer mehr Werke zum Verkauf. Nach einer Übersicht des Zentrums für Solarmarktforschung (ZSF) in Berlin zum Beispiel die Solarfabriken von Schott Solar in Jena und Alzenau. Der norwegische Wafer- und Zellenhersteller Renewable Energy Corporation (REC) hat den britischen Vermarkter GoIndustry gleich mit dem Verkauf dreier Werke beauftragt. Für die Produktionsanlagen der insolventen kalifornischen Solarfirma Solyndra sucht Jones Lang LaSalle per Inserat Käufer.  „Da ist in kurzer Zeit ein florierender Gebrauchtmarkt entstanden, auf dem aktuelle Spitzenmaschinen deutscher und europäischer Solarausrüster wie Schmid, Meyer Burger, Manz, Centrotherm oder Roth & Rau derzeit zu einem Spottpreis angeboten werden “, sagt ZSF-Chef Wolfgang Hummel.

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Sovello hat Öfen und Druckerlinien aus der Konkursmasse der ehemaligen Muttergesellschaft Evergreen Solar laut Hummel teilweise zu zehn Prozent des Neupreises erworben. Die niedrigen Investitionskosten werden es Sovello künftig ermöglichen, Module deutlich preiswerter herzustellen und so auf das Kostenniveau chinesischer Konkurrenten zu kommen.

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