Fotovoltaik: Wie Sie mehr aus Ihrer Solaranlage herausholen

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Fotovoltaik: Wie Sie mehr aus Ihrer Solaranlage herausholen

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Viele Deutsche wollen mit Fotovoltaikanlagen von den Stromanbietern unabhängig werden. Aber noch sind die Anlagen nicht so effizient, wie sie sein könnten

von Dieter Dürand

Spezielle Elektronik kitzelt aus Solarzellen die maximale Leistung heraus. Auch alte Anlagen werden so wieder rentabel.

So hatte Severine Stern nicht gewettet. Entsetzt musste die Hauseigentümerin feststellen: Die Solarstromanlage, die sie 2011 auf das Dach ihres zweistöckigen Mietshauses im Münchner Stadtteil Laim hatte schrauben lassen, lieferte gerade einmal die Hälfte der versprochenen Leistung. Damit halbierten sich auch die Einnahmen für den ins Netz eingespeisten Sonnenstrom. Viel zu wenig, um die Investition in das rund 9000 Euro teure Dachkraftwerk wieder hereinzuholen. „Das war ein Schock“, erinnert sich die Münchnerin.

Wie aber konnte das sein? Stern fragte Experten der städtischen Solarinitiative München (SIM) um Rat. Die fanden rasch den Grund für die Ertragsschwäche.

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Die Dachgauben auf der Ost-, West- und Südseite des Hauses werfen immer auf zumindest eines der dort angebrachten Module einen Schatten, was der Installateur außer Acht gelassen hatte. Die jeweiligen Solarzellen produzieren dadurch weit weniger Strom als bei voller Sonneneinstrahlung.

Das schwächste Glied bestimmt aber die Leistung der anderen Module, weil sie heute fast immer zu einem Verbund, dem String, zusammengeschaltet sind. Der Effekt: Die gesamte Anlage bleibt weit unter ihren Möglichkeiten.

Viele Kilowattstunden gehen verloren

Severine Stern steht mit diesem Problem nicht allein. Nach den Erfahrungen von Solarexperten schöpft kaum eines der 1,4 Millionen installierten Fotovoltaiksysteme in Deutschland sein Potenzial aus. Mal mindert der Schattenwurf eines Schornsteins, eines Baums oder eines nahen Gebäudes den Ertrag; mal sind es Schnee, Laub oder Vogelkot auf den Paneelen.

Noch hat niemand ausgerechnet, wie viele Kilowattstunden und Einnahmen so verloren gehen. Es dürften aber erhebliche Mengen und Beträge sein.

In der Rentabilitätsfalle. Die Enrgiepreisvergütung und die Preise der Solaranlegen seit 2012. (Zum Vergrößern bitte anklicken)

In der Rentabilitätsfalle. Die Enrgiepreisvergütung und die Preise der Solaranlegen seit 2012. (Zum Vergrößern bitte anklicken)

Solange die Subventionen für den Sonnenstrom kräftig sprudelten, juckte das die Besitzer eines Dachkraftwerks wenig. Sie erzielten auch so Renditen von zehn Prozent und mehr. Das ist vorbei. Seit die Einspeisevergütung nach dem Erneuerbaren-Energien-Gesetz (EEG) schneller fällt als die Anlagenpreise, ist die Anschaffung für Neueinsteiger laut der Stiftung Warentest „oft nicht mehr profitabel“.

Jetzt zählt jedes Watt. Und die gute Nachricht lautet: Mit einer speziellen Elektronik lässt sich die Energieausbeute einer Fotovoltaikanlage drastisch erhöhen – je nach örtlicher Begebenheit und Konfiguration um 30 Prozent und mehr. Und das sogar bei Altanlagen.

Das bestätigen Messungen von Solarspezialisten des TÜV Süd und von Photon Laboratory. Dank des Turbos auf dem Dach wird der Sonnenstrom wieder wirtschaftlich.

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