Gesundheit : Länder, in denen Urlauber besser nicht krank werden

Gesundheit : Länder, in denen Urlauber besser nicht krank werden

Krank im Urlaub - das kommt immer häufiger vor. Doch selten können die Reisenden mit einer guten medizinischen Versorgung rechnen. In jedem zweiten Staat besteht ein hohes medizinisches Risiko.

Nach stressigen Wochen voller Überstunden scheint der Urlaub die optimale Entspannungsmöglichkeit. Endlich an nichts denken, ausruhen und ausschlafen. Oft wird der Körper aber genau in dieser Zeit krank - eine Erkältung oder eine Grippe lauert. Manchmal ist es aber auch ganz anders: Im Skiurlaub das Knie verdreht oder in Asien falsch gegessen. Vor Krankheiten ist auch im Urlaub niemand geschützt.

Viele Urlauber fliegen unvorbereitet in die Ferien. Immer öfter heißen die Reiseziele nicht mehr Mallorca oder Nordsee, sondern Indien, Thailand oder Namibia. Die Ferne lockt, ist exotisch und anders. Nicht nur erfahrene Backpacker, sondern auch Familien und Geschäftsreisende favorisieren weit entfernte Urlaubsziele.

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Doch meist gilt: Je fremder die Kultur, je tropischer das Klima und abenteuerlicher das Land scheint, desto größer ist das medizinische Risiko. Oft kann hier nicht mit deutschen Standards gerechnet werden, die ärztliche Versorgung sieht in der Regel völlig anders aus.

"International SOS" ist der weltweit führende Anbieter für Gesundheitsversorgung, medizinische Beratung und Reisesicherheitsdienste. Alle Länder wurden in fünf medizinische Risikostufen unterteilt - von niedrig, mittel und mittelhoch bis hoch und extrem. Bei der Auswertung hat sich International SOS auf verschiedene Kriterien berufen: Wie groß ist die Infektionsgefahr? Wie wahrscheinlich sind Autounfälle und wie ist die Qualität und der Zugang zum lokalen Gesundheitswesen?

Das Ergebnis: Gefährlich werden kann in es jedem zweiten Land der Welt. In rund 80 Ländern sind Reisende einem besonders hohem medizinischen Risiko ausgesetzt. Das hat International SOS in ihrer Health Map 2014 veröffentlicht. Um an die Informationen zu gelangen, wurden rund 600.000 dokumentierte medizinische Fälle aus dem vergangenen Jahr ausgewertet. 40 Prozent aller Fälle treten in Ländern mit hohem oder extrem hohem medizinischen Risiko auf.

In 44 Ländern weltweit besteht ein hohes medizinisches Risiko, in 38 Ländern ist das Risiko sogar extrem hoch. Das trifft besonders afrikanische Länder wie Somalia und Uganda, aber auch Nordkorea, Afghanistan, Irak, Syrien, Jemen oder die Mongolei. Zu den größten Problemen zählt das Gefälle zwischen Stadt und Land. In ländlichen Gebieten ist die Versorgung häufig wesentlich schlechter als in Großstädten. Das trifft unter anderem auf Indien, Indonesien, Vietnam und China zu. In Afrika gibt es kein Land mit einer niedrigen Risikoschätzung.

Das häufigste Erkrankung in Ländern mit extrem hohem Gesundheitsrisiko sind Magen-Darm-Beschwerden und infektiöse Atemwegserkrankungen. Zusätzlich machen Herz-Kreislauf-Erkrankungen und Infektionserkrankungen wie Malaria zusammen mehr als 20 Prozent der Fälle aus.

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Europa bleibt weiterhin die sicherste Region. Nur in Weißrussland, der Ukraine, Moldawien, Albanien, Mazedonien und Bosnien und Herzegowina sind die medizinischen Risiken höher. In Amerika gibt es ein erkennbares Nord-Süd-Gefälle: Die USA und Kanada sind weitgehend risikoarm, in Mittel- und Südamerika variieren die Standards.  

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