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Klima-Orakel: Klimakiller im Kinderzimmer

Quelle: Handelsblatt Online

Leser fragen, Klimaexperten antworten. Diesmal will Alena Beutler aus Hamburg wissen: "Gibt es bei Spielzeug Unterschiede in der CO2-Bilanz?" Mandy Schoßig vom Öko-Institut Berlin antworten ihr.

Auch für die Herstellung von Spielzeug werden Ressourcen verbraucht. Quelle: dpa
Auch für die Herstellung von Spielzeug werden Ressourcen verbraucht. Quelle: dpa

Der private Konsum von Produkten und Dienstleistungen ist für etwa 40 Prozent der Treibhausgasemissionen in Deutschland verantwortlich. Spielzeug gehört – wenn auch mit einem nur sehr kleinen Anteil – ebenso dazu wie energieverbrauchende Produkte, Ernährung oder Verkehr.

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Ob ferngesteuerte Autos, Spielekonsolen oder anderes elektronisches Spielzeug: viele Spielgeräte für Kinder und Jugendliche verbrauchen heute Strom. Ihre Batterien müssen häufig aufgeladen werden und ihre Herstellung ist technisch oft sehr aufwendig. Sie gehen zum Teil schnell kaputt oder sind häufig nur kurzzeitig von Interesse. Damit steigt ihr sogenannter CO2-Fußabdruck, also die CO2-Emissionen, die ein Produkt bei der Herstellung, Nutzung und fachgerechten Entsorgung verursacht.

Neben dem Energieverbrauch sind beim Thema Spielzeug aber auch andere Faktoren entscheidend, wenn es darum geht, wie umweltverträglich ein Produkt ist. So spielt es eine Rolle, ob das Spiel aus nachwachsenden Rohstoffen wie Holz oder Baumwolle hergestellt wird oder im Gegensatz dazu aus Plastik. Bei der Herstellung von Plastikspielzeug muss Erdöl in verschiedenen chemischen Prozessen umgewandelt werden – dies braucht Energie und verstärkt den CO2-Fußabdruck.

Darüber hinaus verbrauchen diese Produkte natürliche Ressourcen, die endlich sind. Wenn man sich für Bausteine, Tiere oder Rasseln aus Plastik entscheidet, sollte man zudem darauf achten, dass diese phthalatfrei oder PVC-frei sind, um möglichen Gesundheitsrisiken vorzubeugen.

Bei textilen Spielzeugen wie Plüschtieren, Kissen oder Puppen sollten Verbraucherinnen und Verbraucher darauf achten, dass diese aus Biobaumwolle hergestellt werden. Zum einen kommen ihre Kinder dann weniger direkt mit schädlichen Stoffen wie Pestiziden in Berührung, zum anderen vermindert ein naturnaher Anbau der Baumwolle die Treibhausgasbilanz dieser Textilien.

Das Klima-Orakel erscheint in Zusammenarbeit von Handelsblatt Online und der vom Bundesumweltministerium geförderten Initiative Klima sucht Schutz.

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