Klimaschutzaktion "Earth Hour": Wenn die Welt das Licht ausschaltet

Klimaschutzaktion "Earth Hour": Wenn die Welt das Licht ausschaltet

In einer weltweiten Aktion rund um den Globus hat der WWF mit der „Earth Hour“ an das Umweltbewusstsein der Menschen appelliert. In Metropolen wie Berlin und London gingen für eine Stunde die Lichter aus.

Aus Anlass der weltweiten Klimaschutzaktion „Earth Hour“ sind am Samstagabend auch die Lichter am Brandenburger Tor in Berlin ausgeschaltet worden. Zu der für Deutschland zentralen Veranstaltung hatte der World Wide Fund For Nature (WWF) aufgerufen. Umweltschützer malten mit Kerzen den Schriftzug: „Safe our climate now“. Auch etliche andere deutsche Städte und Gemeinden wollten sich zwischen 20.30 und 21.30 Uhr an der symbolischen Aktion beteiligen.

In Berlin sollten auch die Lichter am Roten Rathaus, an den Rathäusern von Köpenick und Treptow sowie am Bundesumweltministerium ausgehen. Der WWF hatte zum neunten Mal zu der Aktion aufgerufen. Ziel der weltweiten Aktion sei es, ein Zeichen für mehr Klimaschutz zu setzen, teilte der WWF mit. Über die verschiedenen Zeitzonen hinweg sollten die Menschen für jeweils eine Stunde das Licht ausschalten.

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Weltweit hat die Umweltorganisation WWF zur "Earth Hour" aufgerufen. Quelle: dpa

Weltweit hat die Umweltorganisation WWF zur "Earth Hour" aufgerufen. Für eine Stunde wurden in vielen Städten die Licht aus- und die Kerzen angeschaltet.

Bild: dpa

Auch in Niedersachsen beteiligten sich viele Städte an der Aktion. In Hannover sollten die Lichter an Museen, Bibliotheken, einigen Kirchen und Banken ausgeschaltet werden. Auch die Rathäuser unter anderem in Lüneburg, Leer, Braunschweig und Cloppenburg sowie andere Gebäude beteiligten sich.

Mit einem Konzert des Sydney Symphony Orchestra war am Samstag in Australien die „Earth Hour“ gestartet. Zuvor hatten auf der Insel Samoa viele Bewohhner für eine Stunde alle Lichter gelöscht. Auch Menschen auf den Fidschi-Inseln nahmen an der Aktion teil. In Japan und Indonesien wurde es in vielen großen Städten ebenfalls dunkel, auf zahlreichen öffentlichen Veranstaltungen mit Tausenden Menschen wurde das Licht gelöscht.

Der Veranstalter WWF erwartete nach eigenen Angaben in diesem Jahr eine Rekordbeteiligung. So wollten sich mehr als 7000 Städte in 172 Ländern beteiligen.

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Die Geschichte der „Earth Hour“ begann 2007 in Sydney. Mehr als 2,2 Millionen australische Haushalte nahmen laut WWF am 31. März 2007 an der ersten „Earth Hour“ teil und schalteten bei sich für eine Stunde das Licht aus. In der Folge entwickelte sich das Ganze zu einer internationalen Aktion.

2009 nahmen mit Hamburg, Berlin und Bonn erstmals deutsche Städte teil. 2014 beteiligten sich demnach über 7000 Städte und Gemeinden in 162 Ländern an der Aktion. In Deutschland machten 163 Städte und Gemeinden für eine Stunde das Licht aus. Zu den Botschaftern der „Earth Hour“ gehören UN-Generalsekretär Ban Ki-Moon, der südafrikanische Erzbischof Desmond Tutu sowie der britische Sänger Chris Martin und der italienische Designer Giorgio Armani.

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