Klimawandel in Deutschland: In 135 Jahren um 1,4 Grad wärmer

Klimawandel in Deutschland: In 135 Jahren um 1,4 Grad wärmer

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Die Mitteltemperatur der vergangenen 25 Jahre lag in Detuschland mit 9,2 Grad genau 1 Grad über dem Wert der internationalen Referenzperiode von 1961 bis 1990.

Der Klimawandel hat viele Folgen: Hitze, Dürre und gebietsweise Starkregen Auch in Deutschland sind die zu spüren. Meteorlogen gehen sogar davon aus, dass die Erderwärmung hierzulande stärker ist als weltweit.

Die Erderwärmung macht sich in Deutschland stärker bemerkbar als im weltweiten Vergleich. Das geht aus Daten hervor, die der Deutsche Wetterdienst (DWD) am Dienstag in Berlin vorgestellt hat. Seit 1881 hat sich Deutschland demnach um 1,4 Grad erwärmt. International habe der Wert seitdem bei etwas unter einem Grad gelegen, wie DWD-Experte Thomas Deutschländer erklärte. Als Grund nannte er auch die geografische Lage. „Land erwärmt sich schneller als Wasser“, sagte er. Die Entwicklung sei daher erwartbar gewesen.

Die Mitteltemperatur der vergangenen 25 Jahre lag demnach hierzulande mit 9,2 Grad genau 1 Grad über dem Wert der internationalen Referenzperiode von 1961 bis 1990. Deutschländer: „Das ist erlebter Klimawandel.“ Dem Meteorologen zufolge waren 23 dieser 25 Jahre in Deutschland zu warm. Dazu beigetragen habe auch das vergangene Jahr - es war zusammen mit 2000 und 2007 das zweitwärmste seit Beginn der Messreihe.

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„Auffällig war: Bis Ende Oktober war ein solcher Platz auf dem Treppchen noch nicht absehbar“, sagte Deutschländer. Ausschlaggebend seien der außergewöhnlich milde Spätherbst und Temperaturrekorde im November und Dezember gewesen. In den beiden Monaten war es demnach zudem besonders trocken. Und: „Insgesamt gab es im Sommer 2015 mehr als 20 Tage ohne nennenswerten Niederschlag“, sagte er. „Unter dem Strich lassen sich die Auswirkungen dieser Witterung zumindest regional nur mit einem Wort treffend beschreiben: Dürre.“

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2015 lag die Temperatur in Deutschland im Mittel bei 9,9 Grad. Verglichen mit der international gültigen Klimareferenzperiode von 1961 bis 1990 ist das dem DWD zufolge eine Abweichung von 1,7 Grad.

In Regionen mit ausgeglichener Niederschlagsbilanz oder gar zu viel Regen sei im vergangenen Jahr überwiegend Starkregen vom Himmel gekommen. „Für die Zukunft geht die Klimaforschung davon aus, dass sich die Niederschlagsproblematik noch verschärfen wird“, sagte DWD-Vizepräsident Paul Becker.

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Der DWD hat daher Radardaten der vergangenen 15 Jahre zum Thema Starkregen ausgewertet. Künftig wollen die Meteorologen diesen Datensatz jährlich neu berechnen und schrittweise immer mehr Regionen und Städte analysieren. Damit wollen die Fachleute das Risiko für Starkregen besser bewerten können. Vor zwei Jahren hatte ein Jahrhundertregen einen Korridor zwischen Münster und Greven in Westfalen überschwemmt. Ein Mann ertrank damals in seinem Keller.

Seit 1881 hat die Niederschlagsmenge hierzulande nach DWD-Daten um gut ein Zehntel zugenommen. Bei der Sonnenscheindauer macht sich die Erderwärmung hingegen kaum bemerkbar: Hier ist über die Jahre lediglich ein leicht steigender Trend erkennbar.

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