Lasche Kontrollen: Auch in Deutschland: Papier oft aus illegalem Tropenholz

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, aktualisiert 02. Februar 2015, 18:50 Uhr
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Eine Teakholz-Plantage auf den Fidschi-Inseln

In Deutschland werden auch Schreibwaren aus illegal geschlagenem Tropenholz verkauft, zeigt eine exklusive Studie.

Trotz des Verbots der Europäischen Union verkaufen deutsche Anbieter Schreibwaren aus illegal geschlagenem Tropenholz. Das belegen Recherchen der WirtschaftsWoche. Zwischen März und Juni 2014 untersuchte die TU Darmstadt nach Deutschland importierte Schreibwaren, Büro- und Geschenkartikel im Auftrag der Umweltorganisation WWF. Mit 18 Prozent von insgesamt 144 Tests wurde fast jede fünfte Probe beanstandet. Dabei wurden oft nicht deklarierte Holzarten mit legalen vermischt. Johannes Zahnen, Papierexperte des WWF, sagte der WirtschaftsWoche: „Die Papierindustrie betreibt in den Tropen oft einen hemmungslosen Raubbau – auch illegal.“

Mit der seit März 2013 geltenden Holzhandelsverordnung der Europäischen Union (EUTR) werden Importe einer Reihe von Produkten aus illegal geschlagenem Holz verboten. Importeure müssen Holzart und -herkunft nachweisen, was die betroffenen Firmen auf Nachfrage nicht konnten. Wer Gesetzesverstöße „nicht weitestgehend ausschließen“ könne, dürfe das Produkt nicht vermarkten, so die Bundesanstalt für Landwirtschaft und Ernährung als verantwortliche Kontrollbehörde.

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