Nachhaltig Wohnen: Autark unterwegs im Bio-Caravan

Nachhaltig Wohnen: Autark unterwegs im Bio-Caravan

Wer gern Zeit im Grünen verbringt, will nicht auf Chemieklo und knatternde Notstromaggregate angewiesen sein. Jetzt entdecken Konstrukteure von Wohnwagen den Trend zum nachhaltigen Bauen - mit ganz viel High Tech.

Eine Photovoltaikanlage liefert Strom, die Pflanzenkläranlage auf dem Dach reinigt Abwasser, Lehmputz an den Zimmerwänden sorgt für gesundes Wohnklima. Wer bei dieser Beschreibung an ein Ökohaus denkt, liegt richtig – und irrt doch. Denn der Wohnwagon der Wiener Unternehmer Theresa Steininger und Christian Frantal ist zwar eine Behausung, aber eine, die rollen kann.

Mit ihrem Start-up gleichen Namens haben die beiden Gründer das Konzept des nachhaltigen Wohnens erstmals konsequent auf einen Caravan übertragen.

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Wer gern seine Wochenenden im Grünen verbringt, möchte nicht auf Chemieklo und knatternde Notstromaggregate angewiesen sein, war die Idee der beiden Gründer. Und ist am liebsten völlig autark. Ihr 25-Quadratmeter-Heim beweist, dass das funktioniert: Die Pflanzen auf dem Dach plus Zusatzfilter machen aus Regenwasser Trinkbares. Die Solarpanels laden Batterien im Wagenboden, deren Energie für vier Tage reicht. Und selbst das WC kompostiert seinen Inhalt selbstständig.

Der Käufer des Biozirkuswagens entscheidet selbst, wie weit er die Unabhängigkeit von der Zivilisation treibt, wie viel edles Holz und Stoffe aus regionaler Herkunft er sich im Wohnraum wünscht – und wie viel er ausgeben will. 40.000 bis 90.000 Euro kostet das umweltfreundliche Mobilheim.

Zurück zur Natur: Mit warmer Dusche

Noch sind konsequent nachhaltige, autarke Mobilheime eine Nische im Caravan-Markt. Doch die Wiener sind nicht mehr allein. Das zeigt die Ecocapsule des slowakischen Architekturbüros Nice Architects. Das Ökoei aus Bratislava ermöglicht seinem Nutzer, ebenfalls über einen längeren Zeitraum autark zu leben. Wenn auch auf der nochmals komprimierten Fläche von nur acht Quadratmetern.

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Flexible Möbel in den Wänden und Stauräume an der Außenwand lassen Platz zum radikal reduzierten Wohnen – inklusive Dusche und WC, Etagenbett und Kochnische. Das Windrad am Heck und die Solarzellen auf dem Dach liefern Energie. Auch für die Heizung im Wassertank, der Regen auffängt und filtert, sobald der an der stromlinienförmigen Außenhülle herabläuft.

Ab Jahresende wollen die Slowaken ihre autarke Kapsel zu Preisen von 25.000 bis 50.000 Euro vermarkten. Die erste Version kommt zum Transport noch auf einen Anhänger, doch eine rollfähige Version ist in Planung. Dann schafft das Ökoheim den Weg zurück zur Natur auf eigenen Rädern.

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