Bild: dpaEnercon
Das vom Windpionier Aloys Wobben gegründete Unternehmen im ostfriesischen Aurich ist unangefochtener Marktführer in Deutschland bei Anlagen auf dem Festland. Der Windanlagenhersteller installierte nach Angaben des Deutschen Windenergie-Institut (DEWI) in dem vergangenen Jahr 552 Anlagen mit einer Gesamtleistung von 1.189 MW. Das entspricht einem Marktanteil von 59,5 Prozent. Damit kann der Marktführer seine Position behaupten. Enercon verzeichnete 2010 mit etwa 60 Prozent auch den größten Anteil an neu installierter Leistung durch Windenergie. Der größte Konkurrent, das dänische Unternehmen Vestas, erzielte 2011 einen Marktanteil von rund 21 Prozent, 2010 waren es noch 15 Prozent.

Fuhrländer
Die Fuhrländer Aktiengesellschaft baut und vertreibt Windkraftanlagen und errichtet komplette Windparks - der Schwerpunkt liegt im Onshore-Bereich, also Windkraftanlagen für das Binnenland mit Anlagen der Leistungsklassen 1500 kW und 2500 kW. 2010 setzte Fuhrländer rund 230 Millionen Euro um. Der Gewinn lag in den letzten Jahren bei einer bis 1, 5 Millionen Euro. Fuhrländer beschäftigt 600 Mitarbeiter.
Bild: dpaRepower
Das Hamburger Unternehmen baut Windkraftanlagen für Parks auf hoher See. Sei 2011 gehört es vollständig zum indischen Windkraftkonzern Suzlon. Suzlon-Chef Tulsi Tanti soll allerdings schon einen neuen Käufer suchen. Branchenkreisen zufolge hat er bereits einige Firmen angesprochen wie Siemens, General Electric und einige Finanzinvestoren. Doch Tanti hat wohl einen zu hohen Preis im Kopf. 1,5 Milliarden Euro will er für Repower haben, berichten Branchenkenner. Das Unternehmen, sei aber nur noch rund die Hälfte wert. Im Geschäftsjahr 2010/2011 machte das Unternehmen einen Umsatz von 1,2 Milliarden Euro (Vorjahr 1,3 Mrd.)und einen Nettogewinn von 55,5 Millionen Euro (Vorjahr 58 Mio.) Repower hat 2100 Mitarbeiter.
Bild: dpaNordex
Das Unternehmen produziert Anlagen bis 2,5 Megawatt. Mit dem Offshore-Engagement ist seit April 2012 Schluss. Für das kapitalintensive Geschäft auf hoher See wollte sich kein Partner finden. Dafür läuft es mit den Mühlen auf dem Land: Im Mai 2012 verkündete Nordex fünf Neuaufträge über 55 Megawatt auf den britischen Inseln; Anfang Juni folgte ein Großauftrag für 19 Großturbinen in die Türkei. Die Quandt-Erbin Susanne Klatten ist Ankeraktionärin und hält 24,99 Prozent der Aktien. 2011 setzte Nordex 927 Millionen Euro um - und machte dabei einen Verlust von 49,5 Millionen Euro. 2010 war gab es noch einen Gewinn von 21 Mio. Euro. Mehr als 2500 Menschen arbeiten für Nordex.
Bild: dpaSiemens Windenergiesparte
Siemens ist Weltmarktführer bei Offshore-Windrädern. Bis Ende 2012 will der Konzern drittgrößter Windturbinenhersteller der Welt werden. 2500 Megawatt Leistung hat Siemens bereits in europäischen Offshore-Parks installiert. Als großes Problem hat sich die Anbindung der Windparks in der deutschen Nordsee erwiesen. Der Windpark Borwin 2 vor Borkum geht wie auch Helwin 1 vor Helgoland ein Jahr später als geplant ans Netz. Der Bereich Power Transmission schrieb im ersten Halbjahr 2012 einen Verlust von 314 Millionen Euro. Wegen dieser Probleme hat Siemens seine Gewinnprognose im April von 6 Milliarden auf 5,2 bis 5,4 Milliarden Euro gesenkt.
Seit Oktober 2011 steuert Siemens Wind- und Solargeschäft getrennt. Die Windkraftzentrale liegt nun in Hamburg statt im dänischen Brande. Dort sollen bis 2014 mehr als 300 neue Jobs entstehen. Derzeit arbeiten rund 8.000 Mitarbeiter weltweit für die Windenergiesparte. Der Umsatz für das Wind- und Solargeschäft lag 2011 bei 3,9 Milliarden Euro. Der Großteil davon entfällt auf die Windenergie. Nach der Eröffnung von zwei neuen Fabriken in den USA und China Ende 2010, plant Siemens weitere Produktionsstätten in Kanada und Großbritannien.
Enercon
Das vom Windpionier Aloys Wobben gegründete Unternehmen im ostfriesischen Aurich ist unangefochtener Marktführer in Deutschland bei Anlagen auf dem Festland. Der Windanlagenhersteller installierte nach Angaben des Deutschen Windenergie-Institut (DEWI) in dem vergangenen Jahr 552 Anlagen mit einer Gesamtleistung von 1.189 MW. Das entspricht einem Marktanteil von 59,5 Prozent. Damit kann der Marktführer seine Position behaupten. Enercon verzeichnete 2010 mit etwa 60 Prozent auch den größten Anteil an neu installierter Leistung durch Windenergie. Der größte Konkurrent, das dänische Unternehmen Vestas, erzielte 2011 einen Marktanteil von rund 21 Prozent, 2010 waren es noch 15 Prozent.
Deutsche Ingenieure setzen Akzente in der Offshore-Technik. Das Dresdener Unternehmen Gicon tüftelt mit Wissenschaftlern der Unis Rostock und Freiberg an einer Tension-Leg-Plattform. Die Anlage kann komplett an Land gebaut und zum finalen Standort geschleppt werden.
Kreuzförmig angeordnete Auftriebskörper werden dort einige Meter unter der Wasseroberfläche an schräg verspannten Seilen verankert. Die werden von dünnen Pfählen gehalten, die in den Meeresboden gebohrt sind.
„Unsere Plattform erreicht dieselbe Stabilität wie eine feste Gründung“, verspricht Gicon-Chef Jochen Großmann. „Damit können wir auch Turbinen nutzen, die für feste Offshore-Gründungen konzipiert worden sind.“ Die Konstruktion braucht mit 20 Metern keine große Mindestwassertiefe.
Damit will Großmann auch Betreibern von Offshore-Windparks eine Alternative bieten: „Finanziell werden wir bereits im Tiefenbereich bis 50 Metern mit festen Gründungen konkurrieren können.“ Einen Prototypen will Gicon im Frühjahr 2014 zu Wasser lassen. Marktreif soll das Fundament in drei Jahren sein.
Bis dahin wird Großmann noch Überzeugungsarbeit leisten müssen. Ausgerechnet hierzulande herrscht Skepsis. Als „unausgegoren“ tut etwa Willi Balz, Chef des Windparkentwicklers Windreich, die schwimmenden Systeme ab. „Es wirken enorme Kräfte auf die Windräder. Durch das immense Trägheitsmoment des Rotors bekommt man das schwimmend nicht stabil hin.“
















