Pioniere: Die Energiemanager der Energiewende

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Pioniere: Die Energiemanager der Energiewende

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1. Platz: Fritz Vahrenholt, 62, Vorsitzender der Geschäftsführung von RWE Innogy muss den Energie-Koloss zu einem Grünstromproduzenten mit Gewicht
ummodeln. Auf ihn blickt die gesamte Energieindustrie.

von Andreas Wildhagen

Fritz Vahrenholt gehört zwar nicht dem Zentralvorstand von RWE an – als Vorsitzender der Geschäftsführung der Grünstrom-Tochter Innogy trägt er dennoch die Hauptlast des radikalen Richtungswechsels des Energiekonzerns. Und dazu gehört weit mehr als nur ein Kulturwandel.

Lange war es unter RWE-Managern üblich, die erneuerbaren Energien zu belächeln, sie gar als Spielerei abzutun. Doch 2022 geht der letzte Atomreaktor des Konzerns vom Netz, und damit wird die grüne Wende für RWE zur Überlebensfrage. Bislang kommen rund 15 Prozent des RWE-Stroms aus Kernkraftwerken – um einem heftigen Umsatzeinbruch vorzubeugen, muss das Unternehmen diesen Ausfall kompensieren.

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Zwar steckt RWE bereits eine Milliarde Euro pro Jahr in erneuerbare Energien – vor allem für Windparks in Deutschland. Doch das soll es nicht gewesen sein: Ab nächstem Jahr soll die Summe auf 1,3 Milliarden Euro steigen.

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Deutschlands größter Windparkbetreiber

Erste Erfolge kann Vahrenholt vorweisen: Als der Chemiker, ehemalige Hamburger Umweltsenator und einstige Shell-Vorstand vor knapp vier Jahren zu RWE kam, steuerte Windkraft gerade einmal ein Prozent zur RWE-Stromproduktion bei. Heute sind es fünf Prozent. Und bis 2025 soll RWE 30 Prozent seiner Stromproduktion aus erneuerbaren Energien beziehen.

Schon heute ist RWE Innogy mit 445 Megawatt installierter Leistung der größte Windparkbetreiber Deutschlands, und die nächsten Chancen stehen bereits vor der Tür: Nordrhein-Westfalen will den Windenergie-Anteil von drei Prozent bis 2020 auf 15 Prozent erhöhen – RWE soll dabei eine tragende Rolle übernehmen.

Doch Vahrenholt will sich nicht im rheinischen Klein-Klein verlieren. Er hat sich anderen Dimensionen verschrieben: „Unser Offshore-Windpark auf der Dogger-Bank wird das größte Energieprojekt Europas sein“, sagt er. Es soll zwischen 2017 und 2020 ans Netz gehen. Die vor der englischen Küste liegende Windfarm, die RWE zusammen mit der norwegischen Statkraft betreiben will, stemmt dann eine Leistung von 9000 Megawatt, so viel wie neun mittelgroße Atomkraftwerke.

Sein Ziel: „Wir wollen zweitgrößter Offshore-Windparkbetreiber der Welt werden“. Gleich nach der dänischen Dong – und möglichst weit vor E.On.

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