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Pioniere: Die Macher der Energiewende

von Sebastian Matthes, Dieter Dürand und Hans-Peter Canibol

Forschen, planen, umbauen – in einem beispiellosen Kraftakt müssen diese 60 Menschen Deutschland in eine atomfreie Zukunft führen. Was sie vorhaben, was sie antreibt und wo ihre Grenzen liegen.

Günther Oettinger, Kommissar für Energie der Europäischen Union Quelle: Laif
Günther Oettinger, Kommissar für Energie der Europäischen Union Quelle: Laif

Es ist ruhig geworden um die Energiewende. Gespenstisch ruhig. Kaum jemand spricht noch über den wohl größten industriepolitischen Kraftakt seit dem Wiederaufbau nach dem Zweiten Weltkrieg. Dabei waren die Deutschen noch vor wenigen Monaten allesamt Energieexperten – damals, als die Meiler in Fukushima brannten.

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Nun sinken die Temperaturen in Europa gen Gefrierpunkt, und die Deutschen ziehen sich mit der trügerischen Annahme in ihre warmen Wohnzimmer zurück, dass die Sache schon gut gehen werde. Dabei ist das alles andere als sicher. Weil sich Bund und Länder nicht einigen konnten, wie die Wende umgesetzt werden soll, türmen sich die Probleme.

Ausstieg aus dem Atomausstieg

Die Wochenzeitung „Die Zeit“ hält bereits einen Ausstieg aus dem Atomausstieg für möglich, „weil zu viel nicht geschieht, was geschehen müsste, um das Ende der Meiler verkraftbar zu machen“.

Immer deutlicher wird: Wir brauchen nicht nur eine Wende, wir brauchen eine Revolution. Technologien müssen einsatzbereit werden, die noch Jahre von ihrer Alltagstauglichkeit entfernt sind. Viele Bausteine des grünen Umbaus sehen jedoch in den Hochglanzstudien der Wende-Apologeten faszinierend einfach aus – in der Realität funktionieren sie oft nicht wie geplant und sind meist viel teurer als gedacht.

Ob das Vorhaben überhaupt gelingt, hängt aber vor allem davon ab, ob die wichtigsten Akteure die richtigen Entscheidungen treffen. Auf wen es dabei ankommt und wer das Potenzial hat, die Wende mit seinen Ideen zu gestalten, zeigt ein Ranking der WirtschaftsWoche. Dafür hat eine Jury aus 21 Experten Politiker, Konzernchefs, Wissenschaftler und Technologie-Vordenker bewertet. Das Ergebnis ist die bislang umfangreichste Rangliste der 60 wichtigsten Macher der Energiewende. Diese Akteure entscheiden, ob das Vorhaben gelingen kann oder ob es sich als gigantische industriepolitische Pleite entpuppt.

Die Ergebnisse des Rankings:

Die wichtigsten Politiker

Die wichtigsten Unternehmenslenker

Die wichtigsten Energiemanager

Die wichtigsten Forscher

Die wichtigsten Vordenker

Die wichtigsten Funktionäre und Berater

Die Gefahr des Scheiterns ist real – trotz erster Fortschritte. Zwar ist der Anteil erneuerbarer Energien an der deutschen Stromversorgung in Deutschland im ersten Halbjahr auf mehr als 20 Prozent geklettert, eine Marke, die eigentlich erst für das Jahr 2020 angepeilt war. Ein Erfolg. Eigentlich.

2 KommentareAlle Kommentare lesen
  • 29.11.2011, 14:09 UhrGegenPlanwirtschaft

    Die Macher der "Energiewende". Schreiben Sie doch, liebe WIWO, wenn Sie bereits den Jubelperser geben, Staatliche Plankomission. Und da es sozialistische Planwirtschaft ist, wird die "Energiewende" bis auf deren Profiteure wie Asbeck und Konsorten dieses Land ruinieren. So, wie hier Krokodilstränen um die arme deutsche PV-"Industrie" geweint werden, bin ich mir sicher, dass dieses Jubelblatt WIWO von dieser bezahlt wird.

  • 28.11.2011, 14:29 UhrProfit

    Warum die WiWo ausgerechnet Löscher und Oettinger bei diesem Thema abbildet, verstehe wer will. Diese beiden haben von "Energie" soviel Ahnung wie eine Kuh vom Schnitzelbacken. Ja, mit von Pierer wäre das etwas ganz anderes! Der kam aus dem Kraftwerksgeschäft. Dessen Meinung hat gezählt. Aber Löscher? Da lachen doch selbst die Siemens-Leute! Als Aktionär habe ich noch nie etwas von Löscher gehalten. Das ist alles strategischer Stumpfsinn, den dieser Herr fabriziert. Wahrscheinlich im "Strategiebuch" von Roland Berger abgeschrieben. Vorzugsweise beglückt er Ankläger mit freiwilligen Zahlungen wg. (angeblichen) Schwarzgeldaffären. Mittlerweile meldet sich die ganze Welt bei Siemens und hält die Hand auf. Die Konkurrenz lacht sich kaputt. Die Aktionäre gehen sowieso leer aus. Löscher hat nicht geliefert!

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