Pioniere: Unternehmenslenker der Energiewende

Pioniere: Unternehmenslenker der Energiewende

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1. Platz: Peter Löscher, 54, Vorstandsvorsitzender von Siemens verdient am weltweiten Ökoumbau – und setzt bald jeden zweiten Euro mit grüner Technik um.

von Michael Kroker, Dieter Dürand

Der Österreicher Peter Löscher ist ohne Frage einer der wichtigsten Protagonisten der deutschen Energiewende. Löscher, auf einem Bauernhof aufgewachsen, herrscht als Vorstandschef von Siemens über ein weitverzweigtes Reich aus Industrie-, Energie- und Medizingütern.

Mit diesen Aktivitäten kann der Münchner Technologiekonzern den grünen Umbau an den unterschiedlichsten Stellen voranbringen. Sei es beim Ausbau der erneuerbaren Energien mit Windkraftanlagen, bei der Umwandlung fossiler Energieträger in Strom durch effiziente Gasturbinen oder bei der Entwicklung leistungsfähiger Stromübertragungsnetze. Derlei Produkte hat Siemens zwar schon länger im Programm. Löscher aber hat den Konzern seit seinem Amtsantritt Mitte 2007 eine noch grünere Zukunft verordnet, dominiert von Umwelttechnik und Ressourcenschonung. Sein Mantra: „Der Weg in eine grüne Weltwirtschaft ist eine Riesenchance.“

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2008 bezifferte Löscher die Größe des Umweltportfolios seines Unternehmens noch auf 17 Milliarden Euro – mehr als ein Viertel des Konzernumsatzes. Im Ende September abgelaufenen Geschäftsjahr waren es bereits 30 Milliarden Euro – 40 Prozent des Umsatzes. Und bis Ende 2014 will Löscher die Marke von 40 Milliarden Euro mit Umwelttechnologie knacken. Dann würde Siemens schon rund jeden zweiten Euro mit grünen Technologien einnehmen.

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Grüner Infrastruktur-Pionier

Dabei wächst vor allem das Portfolio rund um erneuerbare Energien. So sind die Münchner beispielsweise Weltmarktführer für sogenannte Offshore-Windturbinen, die auf hoher See aufgestellt werden. Neben Windkraft hat Löscher zudem Gezeitenkraftwerke und solarthermische Anlagen zur Stromgewinnung aus Sonnenlicht im Angebot.

Das Thema grüne Technologie liegt dem Kärntner tatsächlich am Herzen. Jedenfalls gerät der sonst zurückhaltende Löscher geradezu ins Schwärmen, wenn es um Umwelttechnik geht: „Siemens wird weltweit als der grüne Infrastruktur-Pionier wahrgenommen. Da liegen wir deutlich vor unseren Wettbewerbern.“

Das größte Problem Löschers sind zurzeit jedoch seine eigenen Mitarbeiter, denen er einiges zumutet: Erst im November 2010 hatte er den Konzernumbau für beendet erklärt. Kein halbes Jahr später – im März dieses Jahres – verkündete er mit der Schaffung eines vierten Konzernsektors namens „Infrastruktur und Städte“ den nächsten Umbau.

Seit Anfang Oktober hat das Unternehmen rund 81 000 Mitarbeiter in den neuen Geschäftsbereich verpflanzt. Dort müssen sie sich erst einmal zurecht finden.

Sein Ziel: Mit dem neuen Sektor soll der Konzern noch stärker von der Energiewende profitieren. Schließlich zieht der weltweite Trend zur Bildung riesiger Städte auch enorme Investitionen in umweltschonende Verkehrssysteme oder effiziente Stromversorgung nach sich. Löscher schätzt den Markt auf jährlich 300 Milliarden Euro.

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