Grüner Wandel

Etwa bei der Gebäudesanierung: Vergangenes Jahr gründete sich auf Betreiben des Carbon War Room in den USA ein Konsortium, das mit einem 650 Millionen Dollar schweren Fonds Häuser in Kalifornien und Florida energiesaniert. Die Besitzer der Gebäude zahlen dabei nichts. Sie treten nur die gesparten Energiekosten sowie die Steuervorteile an das Konsortium ab, bis der Umbau abbezahlt ist.
Ein ähnliches Sanierungsmodell wollen in Berlin jetzt Siemens, die Deutsche Bank und Baustoffunternehmen wie Knauf Insulation entwerfen. Denn der Handlungsbedarf ist groß: Um die Klimaziele der Regierung zu erreichen, müssten jährlich zwei bis drei Prozent der Gebäude saniert werden. Zurzeit sind es nur rund ein Prozent. „Wir hoffen darauf, dass Bransons Initiative diesen Prozess jetzt beschleunigt“, sagt Martin Bornholdt, Geschäftsführer der Deutschen Unternehmensinitiative Energieeffizienz, dem Interessenverband der Energieeffizienzbranche.
Bild: APPlatz 10: dm
Die Drogeriemarktkette dm kann eine sehr hohe Kundenzufriedenheit aufweisen. Im Nachhaltigkeits-Ranking platzieren die Konsumenten den Drogeriehandel auf dem zehnten Platz. Jedoch hat ein nachhaltiges Image bei Drogerieartikeln auch nur einen Umsatzanteil von 1,1 Prozent.
Bild: REUTERSPlatz 9: Mercedes Benz
Insgesamt hinterlassen Autokonzerne bei den Verbrauchern einen besonders engagierten Eindruck. So auch Mercedes Benz. Der Automobilhersteller liegt im Nachhalitgkeits-Ranking auf Platz 9.
Bild: Morris Mac MatzenPlatz 8: Otto
Rang acht erarbeitet sich der Onlinehändler Otto. Der Konzern liefert regelmäßig Nachhaltigkeitsberichte, die für Transparenz beim Kunden sorgen.
Bild: dpaPlatz 7: Audi
Auch auf Rang sieben liegt ein Automobilhersteller. Audi wirkt auf die Konsumenten als ein sozial und ökologisch handelndes Unternehmen. Sieben Prozent der Umsätze in der Automobilbranche sind auf ein nachhaltiges Markenimage zurückzuführen.
Bild: dpa/dpawebPlatz 6: Landliebe
Der Lebensmittelhersteller Landliebe liegt auf dem sechsten Platz. 3,8 Prozent des Umsatzes mit Molkereiprodukten entstehen aus einem nachhaltigen Image.
Bild: APPlatz 5: Bärenmarke
Wie Landliebe ist auch Bärenmarke ein deutscher Produzent von Molkereiprodukten. Der Konzern hat es unter die Top-Fünf im Nachhaltigkeits-Ranking geschafft.
Bild: dpaPlatz 4: Miele
Der Hersteller von Haus- und Einbaugeräten kommt bei den Verbrauchern gut an und genießt ein grünes, soziales Image. Im Ranking platziert sich der Konzern damit auf Rang 4.
Bild: dapdPlatz 3: BMW
Auch unter den Top-Drei der nachhaltigsten Unternehmen befindet sich ein Automobilkonzern. BMW wird von den Kunden als besonders engagiert und nachhaltig empfunden.
Bild: APPlatz 2: Alete
Den zweiten und ersten Rang nehmen zwei Hersteller von Babynahrungsmitteln in Anspruch. Bei Babynahrung sind 9,5 Prozent des Umsatzes auf ein nachhaltiges Markenimage zurückzuführen. Rang zwei belegt Alete.
Bild: screenshotPlatz 1: Hipp
Die Babykostmarke Hipp erscheint den Verbrauchern am grünsten und sozialsten. Claus Hipp verfolgt die Themen Verantwortung und Nachhaltigkeit seit Jahrzehnten, wodurch Hipp für die Konsumenten zur nachhaltigsten Marke wird. Sie liegt im Ranking auf Rang eins.
Platz 10: dm
Die Drogeriemarktkette dm kann eine sehr hohe Kundenzufriedenheit aufweisen. Im Nachhaltigkeits-Ranking platzieren die Konsumenten den Drogeriehandel auf dem zehnten Platz. Jedoch hat ein nachhaltiges Image bei Drogerieartikeln auch nur einen Umsatzanteil von 1,1 Prozent.
Milliardär rettet die Welt
Auch den grünen Wandel der Schifffahrtsbranche treibt der Carbon War Room voran. So schlossen sich auf Betreiben von Branson Unternehmen der Seefahrtsbranche zusammen, um ihre Schiffe mit sparsameren Motoren nachzurüsten, darunter auch die Hamburger Reederei Rickmers. Bisher war das Grüntuning auf See die Ausnahme. Künftig aber spart es den Schiffsleihern durch den geringeren Verbrauch Geld und senkt den CO2-Ausstoß um 15 bis 75 Prozent. Das ist notwendig, weil die Schifffahrt wesentlich mehr Emissionen verursacht als der Luftverkehr. Auch hier versagten die traditionellen Institutionen bisher: Erst kürzlich scheiterte eine Initiative der UNO für strenge Abgasregeln bei Schiffen.
Aber Bransons Gegenklimagipfel haben auch Gegner. So stürmten Umweltaktivisten kürzlich eine seiner Pressekonferenzen mit Industrievertretern. Sie protestierten gegen das Ziel des Carbon War Room, mehr Biosprit in der Luftfahrt einzusetzen. Das grüne Kerosin raube armen Bauern das Land und treibe den Preis für Nahrung in der Dritten Welt, kritisierten sie.
Ganz so einfach, wird Branson da gedämmert haben, ist es eben auch als Milliardär nicht, die Welt zu retten.
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Alle Kommentare lesen17.09.2012, 05:22 UhrAnonymer Benutzer:Navium
Warum CO2 reduzieren?
Wie waere es mit "Baeume pflanzen" ?
es geht hier um ein Gleichgewicht, welches nicht mehr existiert. Zu wenig Baeume koennen das CO2 nicht mehr in Sauerstoff umwandeln.
16.09.2012, 21:10 UhrRegistrierter Benutzer:LBraren
#Jonas
die erste u.a. Adresse ist sehr ausführlich, lohnt sich aber.
Darüberhinaus kann man sich sehr umfänglich bei "Eike" und bei "Bürger für Technik" informieren. Vorausgesetzt man gehört keiner Glaubengemeinschaft mit vorgefasster und verhärteter Meinung an.
http://www.egbeck.de/treibhaus/ccyclus.htm
http://www.eike-klima-energie.eu/climategate-anzeige/nur-00004712-prozent-bund-aktivist-weiss-nicht-wieviel-co2-von-deutschland-in-die-luft-abgegeben-wird/
16.09.2012, 18:26 UhrAnonymer Benutzer:Jonas
Wenn Sie solche Behauptungen aufstellen wie, dass Deutschland nur 0,00004 % anthropogenes CO2 erzeugt oder dass die Temperatur gleich gelbieben ist, wäre es wünschenswert eine Quelle dazu zu lesen. Ich kann mir nicht vorstellen, dass Deutschland nur 0,00004 % des anthropogenen CO2s erzeugt. Dies wäre nur ein 1/75000 des anthropogen erzeugten CO2s (1/(0,00004/3))=75000.