Umweltbundesamt: CO2-Werte auf Rekordhoch

Umweltbundesamt: CO2-Werte auf Rekordhoch

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Ein Bild mit der Aufschrift CO2 hängt in einem Waldstück.

In Deutschland waren die CO2-Werte im vergangenen Jahr so hoch wie noch nie. Das Umweltbundesamt veröffentlichte die Messungen am Freitag.

Das Umweltbundesamt (UBA) hat im vergangenen Jahr so hohe CO2-Konzentrationen gemessen wie nie zuvor. Auf der Zugspitze in Bayern und auf dem Schauinsland in Baden-Württemberg lagen sie im Jahresdurchschnitt erstmals über der Marke von 400 ppm, wie die Behörde am Freitag mitteilte.

Die Einheit ppm steht für parts per million, also Teile von einer Million. Die Konzentration des Treibhausgases steigt demnach Jahr für Jahr um zwei ppm an. In der vorindustriellen Zeit lag sie nur bei 280 ppm.

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„Die Daten zeigen erneut, wie dringend wir das Klimaschutzabkommen von Paris umsetzen müssen“, sagte UBA-Präsidentin Maria Krautzberger. Die Vereinbarung zur Begrenzung der Erderwärmung, die die Weltgemeinschaft im Dezember getroffen hat, soll diesen Freitag in New York unterschrieben werden.

Stickoxide und CO2

  • Stickoxide (NOx)

    Gesundheitsschädliche Stickoxide wie etwa Stickstoffmonoxid und -dioxid kommen in der Natur nur in winzigen Mengen vor. Sie stammen vor allem aus Autos, aber auch aus Kohle-, Öl- und Gaskraftwerken. Dieselmotoren stoßen viel mehr NOx aus als Benziner. Die Stoffe können Schleimhäute angreifen und so zu Husten, Atembeschwerden und Augenreizungen führen. Sie können auch Herz und Kreislauf beeinträchtigen. Pflanzen werden dreifach geschädigt: NOx sind giftig für Blätter, und sie überdüngen und versauern die Böden. Außerdem tragen Stickoxide zur Bildung von Feinstaub und bodennahem Ozon bei. Technisch lassen sie sich mit einem Drei-Wege-Katalysator von Benzinern in unschädlichen Stickstoff (N2) und Sauerstoff (O2) umwandeln. Es bleiben jedoch immer NOx-Reste übrig. Bei Dieselmotoren ist der Abbau von NOx bedeutend schwieriger – er gelingt etwa durch Einspritzung einer zusätzlichen Harnstoff-Lösung in den Abgasstrom.

  • NOx-Grenzwerte beim Auto

    Der Grenzwert in Pkw-Abgasen für alle Stickoxide zusammen liegt in der EU bei 80 Milligramm pro gefahrenen Kilometer (mg/km) für Diesel- und bei 60 mg/km für Benzinmotoren. Der von der US-Umweltbehörde EPA geforderte Wert liegt im Schnitt bei umgerechnet 43,5 mg/km. Allerdings sind die US-Kontrollsysteme nicht einheitlich, und die Vorschriften können je nach US-Bundesstaat abweichen.

  • Kohlendioxid (CO2)

    Es ist in nicht allzu großen Mengen unschädlich für den Menschen, aber zugleich das bedeutendste Treibhausgas und zu 76 Prozent für die menschengemachte Erderwärmung verantwortlich. Der Straßenverkehr verursacht nach Angaben des Umweltbundesamts rund 17 Prozent aller Treibhausgas-Emissionen in Deutschland - hier spielt CO2 die bei weitem größte Rolle. Es gibt zwar immer sparsamere Motoren, zugleich aber immer größere Autos mit mehr PS und mehr Lkw-Transporte. So ist der Treibhausgas-Ausstoß des Verkehrs von 1990 bis 2014 sogar um 0,6 Prozent gestiegen. Die Konferenz von Paris (30. November bis 11. Dezember) soll die Emissionen so verringern, dass sich die Erdatmosphäre um nicht mehr als zwei Grad aufheizt.

  • CO2-Grenzwerte beim Auto

    In diesem Jahr müssen die Autohersteller in der EU bei ihrer Pkw-Flotte im Durchschnitt einen Grenzwert von 130 Gramm CO2 pro Kilometer erreichen. 2021 sind dann nur noch 95 g/km erlaubt. In den USA liegen diese Schwellen geringfügig höher: Die Vorgabe der Umweltbehörde EPA sieht für die im Jahr 2016 zugelassenen Fahrzeuge einen Grenzwert für Personenwagen von umgerechnet etwa 140 g/km vor. Bis 2025 sinkt der Durchschnittsgrenzwert auf rund 89 g/km.

Die Hauptursache für den weltweiten Anstieg der CO2-Konzentration ist der Behörde zufolge die Verbrennung von Kohle, Erdöl und Erdgas. Demnach sind die Messungen auf der Zugspitze, Deutschlands höchstem Berg, besonders repräsentativ.

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