Umweltpolitik: Ozonloch über der Antarktis schließt sich

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Umweltpolitik: Ozonloch über der Antarktis schließt sich

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Das Ozonloch über der Antarktis am 09.06.2013 (links) und am 24.09.2006. Die blauen und violetten Farben zeigen an, dass die Ozonschicht dünn ist, die gelben, grünen und roten weisen auf mehr Ozon hin.

Die internationale Umweltpolitik zeigt einen Erfolg: Das Ozonloch über der Antarktis wird kleiner. Trotzdem ist es immer noch 50 Mal so groß wie Deutschland.

Das Ozonloch über der Antarktis wird nach neuesten Messungen von Meteorologen immer kleiner. „Das Ozonloch schließt sich“, sagte Gert König-Langlo, Leiter des Meteorologischen Observatoriums an der deutschen Antarktis-Forschungsstation Neumayer III. Anzeichen für einen Heilungsprozess gebe es schon seit rund drei Jahren. Als Hauptgrund für die verbesserten Ozonwerte nannte König-Langlo das weltweite Verbot von Fluorchlorkohlenwasserstoffe (FCKW). Die Stoffe werden beispielsweise als Treibgase, Kältemittel oder Lösemittel verwendet.

Die Ozonmenge über der Antarktis-Station, die vom Alfred-Wegener-Institut Helmholtz-Zentrum für Polar- und Meeresforschung (AWI) betrieben wird, hat sich merklich erhöht. Sie sei 2012 erneut deutlich über den Rekord-Negativwerten von 2000 bis 2009 geblieben. Erstreckte sich das Ozonloch nach dem antarktischen Winter 2006 noch über eine Fläche von 27 Millionen Quadratkilometer, breitete es sich 2012 den Angaben zufolge nur noch auf rund 18 Millionen Quadratkilometern aus. Das entspricht einer Fläche rund 50 Mal so groß wie Deutschland.

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Umkehr im Ozontrend

„Wir können zum ersten Mal davon sprechen, dass unsere Daten eine Umkehr im Ozontrend abbilden. Die Ozonschicht erholt sich“, sagte König-Langlo. Über der Neumayer-Station III verzeichneten die AWI-Forscher zudem während der Ozonlochzeit im Jahr 2012 einen mittleren Ozonpartialdruck von sechs Millipascal. Im Negativrekordjahr 2006 betrug der vergleichbare Wert noch ein Millipascal, wie das AWI mitteilte. Das Ozon in 15 Kilometern Höhe sei damals also nahezu vollständig zerstört gewesen.

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Die Analyse zum Ozonloch basiert auf wöchentlichen Messungen von deutschen Forschern seit 27 Jahren. Dazu lassen sie einen Ballon in 35 Kilometer Höhe steigen. Es handele sich dabei um die längste Ozon-Messreihe dieser Art an einer Forschungsstation unterhalb des Ozonlochs.

Die Ozonschicht in über 15 Kilometern Höhe filtert als Schutzschild der Erde ein Großteil der schädlichen UV-Strahlung der Sonne heraus. Ohne sie wäre das Leben auf der Erdoberfläche nicht möglich. Ihre Dichte über den Erdpolen schwankt im Jahresverlauf. Als Ozonloch wird eine starke Ausdünnung der Ozonschicht bezeichnet, die vor allem auf die FCKW zurückzuführen ist. Sie wurde Anfang der 1980er Jahre erstmals gemessen. Im Montrealer Protokoll von 1987 verpflichteten sich viele Staaten, die Produktion von FCKW und anderer ozonzerstörenden Substanzen zunächst einzudämmen und schließlich vollständig zu stoppen.

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