US-Studie: Autofahrer profitieren von Fahrradwegen

US-Studie: Autofahrer profitieren von Fahrradwegen

, aktualisiert 10. September 2014, 13:33 Uhr
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New York hat sich zur fahrradfreundlichsten Stadt in den USA gemausert.

Foto: New York City Department bei Flickr, CC-Lizenz

von Jana Reiblein

Ein Projekt in New York zeigt, wie man die Straßen nicht nur sicherer macht, sondern auch den Verkehrsfluss beschleunigt: durch geschützte Radwege.

In New York wurden seit 2007 mehr als 48 Kilometer an geschützten Fahrradwegen gebaut. Diese Wege werden von einer Barriere geschützt - seien es nun Poller, parkende Autos, Sperrfelder oder Umrandungen. Eine Auswertung des New York City Department of Transportation (NYC DOT) von Anfang September zeigt nun: Nicht nur die Radfahrer sind besser geschützt - auch der Verkehr fließt schneller.

Untersucht wurden mehrere Straßen in Manhattan. Und siehe da: Autofahrer benötigten weniger Zeit, um eine bestimmte Strecke zurückzulegen. Zudem sank die Zahl der verletzten Radfahrer deutlich. Doch warum können die Radwege den Verkehrsfluss beschleunigen? Zwei Faktoren spielen hierbei eine Rolle.

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Zum einen wurde bei der Einführung der Radwege darauf geachtet, die Zahl der Spuren für Autofahrer - wenn möglich -, nicht zu reduzieren. Für den Bau der geschützten Wege wurden die anderen Spuren schlicht etwas schmaler gestaltet.

Nun sollte man meinen, dass der Verkehr auf engeren Spuren eigentlich nicht mehr so schnell fließen kann. Doch hier muss die Ausgangssituation in Manhattan berücksichtigt werden: Der Verkehr auf den untersuchten Straßen war ohnehin schon so dicht, dass die Autos mit durchschnittlich nur 17 Stundenkilometern fuhren.

Der zweite Faktor: Das Design der Verkehrsführung wurde so geändert, dass an den meisten Kreuzungen eine eigene Linksabbieger-Spur eingerichtet wurde. So können die Fahrer ihre Abbiege-Gelegenheit abwarten, ohne den restlichen Verkehr aufzuhalten.

Bis zu 35 Prozent weniger Fahrtzeit

Für die Studie wurden die Verkehrsgeschwindigkeiten auf mehreren Straßenabschnitten untersucht. In der Innenstadt blieben die Reisezeiten zumindest gleich und nahmen nicht, wie zuvor befürchtet, durch die Einführung der Radwege zu. Die durchschnittliche Fahrtzeit auf der 8th Avenue nahm um 14 Prozent ab. Auch auf der Columbus Avenue verbesserten sich die Fahrtzeiten deutlich. Obwohl das Verkehrsaufkommen gleichzeitig nicht weniger wurde, nahm die durchschnittliche Reisezeit sogar um 35 Prozent ab.

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