Verkehr: Buhlen um die Radler

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In Amsterdam radelt sich’s am besten

Metropolen wetteifern um die Gunst der Radfahrer – und bauen massenhaft Mietstationen. Welche Städte am erfolgreichsten sind.

Immer mehr europäische Großstädter schwingen sich aufs Leihfahrrad. Gab es vor zehn Jahren nur eine Handvoll Verleihsysteme, sind es heute in Europas Metropolen über 400. Dies ist das Ergebnis einer aktuellen, von der Europäischen Kommission geförderten Studie über „Optimising Bike Sharing in European Cities“ (Obis). Die Marktforscher befragten Betreiber in 48 Städten, darunter Barcelona, Berlin, Paris und London. Während in Europas Osten Mieträder noch unattraktiv sind, gehören sie im Rest des Kontinents zum normalen Straßenbild.

Wirtschaftlich haben die meisten Fahrradverleihsysteme allerdings noch einen wackeligen Stand: „Da Nutzungs- und Registrierungsgebühren fast nie die Betriebs- und Investitionskosten decken, ist für die meisten Systeme irgendeine Art von Querfinanzierung nötig“, resümieren die Autoren der Studie. Die Mehrheit der Betreiber benötigt Subventionen ihrer Stadt, Finanzierung durch Werbung, Einnahmen durch Parkraumbewirtschaftung, City-Maut oder Sponsoring. Doch Erfolg misst sich laut Studie auch jenseits von Zahlen: Die Systeme entlasten den öffentlichen Nahverkehr, reduzieren CO2-Emissionen und verbessern das städtische Image.

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Einem Ranking des dänischen Fahrradgurus und Mobilitätsexperten Mikael Colville-Andersen zufolge ist Amsterdam die fahrradfahrerfreundlichste Stadt Europas. Amsterdam sei „der einzige Ort auf unserem Planeten, wo Polemik gegen das Fahrrad nicht existiert“, meint Colville-Andersen. In Deutschlands bester Radstadt, Berlin, legten die Menschen in manchen Stadtteilen zwar 25 Prozent ihrer täglichen Wegstrecke auf dem Radl zurück. Die Radinfrastruktur sei jedoch ausbaufähig.

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